Es ist unbestritten - der Kaisersteinlauf in Letzlingen, der am Sonnabend bereits zum 21. Mal ausgetragen wurde, ist und bleibt einer der absoluten Laufhöhepunkte in der Altmark. Nicht nur die Teilnehmerzahl von mehr als 230 Aktiven belegt das eindrucksvoll, sondern auch die zufriedenen Gesichter von Organsisatoren, Zuschauern und natürlich den Teilnehmern selbst.

Letzlingen. Zuerst einmal war Hauptorganisator Dietmar Hinz froh, dass das Wetter mitspielte. "Sicher hatten wir auch schon mal Kaiserwetter, aber ich bin froh dass es trocken ist", war von Hinz, der aufgrund seiner Verpflichtungen an diesem Tag natürlich nicht selbst mitlaufen konnte, zu hören.

Trotz der kühlen vier Grad Celsius Außentemperatur fanden sich doch weit über 200 Läuferinnen und Läufer aus nah und fern im kleinen Heidedorf ein, um Punkte für den Elbe-Ohre-Cup (EOC) zu sammeln, zu wandern, zu walken oder - wie die Fußballer des FSV Heide Letzlingen nebst Coach Olaf Frommhagen - den Lauf auch ohne Transponder an den Schuhen als willkommene Trainingseinheit zu nutzen.

Neben dem Bambinilauf, an dem diesmal nur drei Kinder teilnahmen und 800 Meter absolviert werden mussten, wurden drei weitere Streckenlängen angeboten. Über die 3000 Meter fuhr Julian Weber vom SV Kali Wolmirstedt einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg ein und überquerte schon nach 10:18 Minuten die Zielbrücke. Angetrieben wurde Weber bestimmt auch von seiner Schwester Josephine, die als amtierende Heidekönigin auch den Startschuss für die Läuferinnen und Läufer gab.

Schnellstes Mädchen über diese Distaz war Miriam Maikath vom SC Magdeburg, die nicht nur 10:54 Minuten benötigte, sondern auch nur mit Weber und dem Zweitplatzierten Matthis Egger (Wernigerode/10:42 min) zwei "Männern" den Vortritt lassen musste.

Über die 6,5 Kilometerstrecke hätte es sogar fast einen Damen-Gesamtsieg gegeben. Erst auf den letzten Metern legte Eric Lemme von den Kernigen Altmärkern (28:19 min) noch ein paar Meter zwischen sich und der schnellen Doreen Fiedler (SV Kali Wolmirstedt/28:27 min). Trotzdem waren beide im Ziel überglücklich und gratulierten sich gegenseitig. Lemme selbst stand die Freude noch Minuten nach dem Zieleinlauf ins Gesicht geschrieben, denn gerechnet hatte er mit diesem Sieg eher nicht.

Die meisten Läuferinnen und Läufer nahmen aber den langen Kanten über 11,4 Kilometer unter die Laufschuhe. Und am Kaiserstein - die lange Strecke führt genau dort vorbei - wartete noch eine kleine Überraschung auf die Athleten. Schon von weiter Entfernung war die Live-Musik zu hören. Nur ganz kurz hingehört hatte wohl Yves Löbel (TSV Niederndodeleben), der nach seinem dritten Platz im Vorjahr diesmal als Erster das Ziel erreichte und mit einer Zeit von 39:01 Minuten überzeugen konnte. Ihm dicht auf den Fersen war der Quedlinburger Jörg Müller, der 16 Sekunden mehr benötigte.

Und es dauerte auch nicht lange, da kam die schnellste Frau ins Ziel. Kathleen Gerike (Magdeburg) absolvierte im letzten Jahr noch die 6-Kilometer-Strecke, wurde Vierte, und holte sich in diesem Jahr den Sieg über den langen Kanten. An ihren 49:57 Minuten bissen sich sogar zahlreiche Männer die Zähne aus.