Den Mitteldeutsche Oberliga-Handballern des SV Oebisfelde ist am Sonnabend ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Verantwortlich dafür ist der knappe 36:35 (19:19)-Heimsieg gegen Rot-Weiß Staßfurt. Außerdem positiv: Die Mitabstiegskontrahenten Ronneburg, Apolda und Radis verloren ihre Partien.

Oebisfelde. Die SVO-Männer konnten durch ihren Erfolg und das Federnlassen der Konkurrenz den Vorsprung auf den viertletzten Platz, dem ersten möglichen Abstiegsrang, damit auf fünf Zähler ausbauen.

"Das hört sich gut an, doch durch sind wir noch nicht. Drei Partien sind noch zu bestreiten. Da kann noch einiges passieren", warnte Oebisfeldes Trainer Thomas Meinel vor verführter Klassenerhaltsfreude. Allerdings hatte er nichts gegen Beifall und Jubel nach dem Sieg gegen die Staßfurter.

Den hatten sich die Oebisfelder um Kapitän David Eckert auch verdient. Denn mit einer bemerkenswerten Energieleistung wendeten sie eine fast schon verloren geglaubte Begegnung noch zum Positiven aus SVO-Sicht.

In der ansehenswerten und vor allem spannenden Begegnung hatten die Gäste die Oebisfelder im zweiten Abschnitt am Haken. In der 43. Minute erhöhte der starke Oliver Jacobi auf 28:24 für seine Farben. Die Oebisfelder zeigten sich verunsichert. Sie konnten zwar durch den gut aufgelegten Thomas Thiele und Ramon Wolter auf 26:28 verkürzen, doch Jacobi und Christian Lingk schraubten den Vorsprung wieder auf vier Treffer (30:26/47.).

Die SVO-Anhänger bangten und hofften. Nicht umsonst. Andreas Kalupke blies mit dem 27:30 zur großen Aufholjagd. Nach dem 31:31 (53) durch Damir Vorobev waren die Allerstädter wieder auf Augenhöhe. Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich dann eine Partie, die nichts für schwache Nerven war. Zunächst legten die Staßfurter vor (31:32). dann kamen die Oebisfelder. Nico Bischoff traf mit seinem sechsten Treffer zum 32:32, während Thiele für die 33:32-Führung sorgte. Bis zum 35:35, wobei Christian Herrmann zwei blitzsaubere Treffer aus dem Rückraum gelangen, wogte die Partie hin und her. Dann zeigte Nico Bischoff noch einmal seine an diesem Abend ausgezeichneten Vollstreckerqualitäten. Von zentraler Kreisposition netzte er zum entscheidenden 36:35 ein.

Die Staßfurter konnten zwar noch einmal einen Angriff starten, doch die Oebisfelder Abwehr um den in einigen Szenen stark reagierenden Tormann Thomas Drese ließ nichts mehr anbrennen und konnten nach Schlusspfiff der Schiri-Damen Susanne Deiniger und Janine Pengel den siebten Saison- erfolg feiern.

SV Oebisfelde: Drese, Stefani - Eckert, Nico Bischoff (7), Herrmann (6/1), Vorobev (2), Thiele (13/4), Wolter (2), Kalupke (5), Seiler (1), Norman Bischoff.

Siebenmeter: 5/5;Zeitstrafen: 4.

Rot-Weiß Staßfurt: Wiedehold, Schliwa - Lingk (6/2), Richter, Wartmann, Ortmann, Bruchnow (5), Retting (5/2), Jacobi (13), Rach, Hähnel (4), Scholz (1).

Siebenmeter: 5/4;Zeitstrafen: 4.

Vorkommnisse: Der Staßfurter Sebastian Retting sah in der 30. Minute nach Foulspiel die Rote Karte.

Schiedsrichter: Susanne Deiniger/Janine Pengel (SV Hermsdorf).

Zuschauer: 300.