Gardelegen. Am Sonnabend fand das wirklich allerletzte Punktspiel im Spielbetrieb des BVSA in der abgelaufenen Saison in Osterwieck statt. In der Platzierungsrunde der u14 Bezirksliga war der SC Osterwieck Gastgeber für die Teams aus Burg und Gardelegen.

Die Konstellation vor dem Turnier war folgende: Burg würde auch im Fall zweier Siege die Rote Laterne behalten, das SSJ-Team aus Gardelegen brauchte aus den beiden Spielen drei Punkte, um Sechster zu werden, ansonsten wäre Osterwieck im Vorteil.

Um es vorweg zu nehmen: Bereits um 8.55 Uhr waren die Würfel gefallen, denn zu dieser Zeit erreichte SSJ-Coach Uwe Stephan eine SMS aus Burg mit der Mitteilung, dass die Gegner kein spielfähiges Team zusammen bekommen. Auch das SSJ-Team hatte wieder einmal große Personalprobleme, denn auch bei ihr standen nur fünf Spieler zur Verfügung. Nichtsdestotrotz, um 11.30 Uhr war Anpfiff im "Ratsgarten" in Osterwieck. Und schon nach drei Sekunden führten die Gastgeber gegen Gardelegen. Nach nicht einmal zwei Minuten stand es schon 6:0, und das altmärkische Team hatte nicht eine gute Aktion. Was in den folgenden sechs Spielminuten passierte, sehen auch ambitionierte Basketball-Trainer nicht allzu oft. Beide Teams überboten sich regelrecht im Auslassen bester Chancen, obwohl das Spielniveau nicht so schlecht war, wie es der Spielstand von 12:0 nach acht Minuten aussagte. Zum Ende des ersten Viertels legten beide Teams die Nervosität ab und brachten mit einem Zwischenstand von 14:5 für die Gastgeber ein halbwegs vernünftiges Viertelergebnis zustande.

Im zweiten Viertel sahen die - für ein Nachwuchsspiel recht zahlreichen Zuschauer - einen offenen Schlagabtausch. Die Gastgeber glänzten mit einer Top-Defense und einem sehr schnellen Umkehrspiel, während das SSJ-Team vor allem von den Ideen ihres Kapitäns Robert Behrend lebte, der entweder Center Kevin Melzer suchte oder selbst zum Korb ging und damit für erhebliche Gefahr sorgte. Leider folgten auf die lichten Momente des SSJ-Teams immer wieder Totalaussetzer, so dass die Gastgeber ihren Vorsprung zur Halbzeit auf 32:18 ausbauen konnten. Im dritten Viertel war das Spiel total ausgeglichen. Beide Mannschaften zeigten eine recht gute, wenn auch sehr unterschiedliche, Spielanlage. Einziges Manko, der Viertelstand hätte nicht 14:12 sondern 28:26 lauten müssen. Die Fehlerquote im Abschluss war bei beiden Truppen einfach zu hoch. Mit einem 46:30 gingen die Gastgeber in das Schlussviertel.

Hier zeigte sich, dass mit nur fünf Spielern ein Duell nicht einfach so gewonnen werden kann. Auf den Kräfteabbau folgte zwangsläufig eine Häufung an Ballverlusten, die vor allem auf Konzentrationsmängel zurück zuführen waren. So machten die Gastgeber innerhalb von vier Spielminuten den Sack zu. Am Ende gewann Osterwieck verdient mit 62:38. "Positiv, das Saisonziel, nicht Letzter zu werden, haben wir eindeutig erreicht. Schaut man sich aber mal die Ergebnisse an, so müssen wir uns eingestehen, dass eigentlich trotz unseres Minikaders noch ein wenig mehr drin gewesen wäre. Spielerisch sind uns Osterwieck und Aschersleben sicherlich im Saisonverlauf überlegen gewesen, aber die Platzierung eines Teams entscheidet sich nicht nur auf dem Parkett. Insofern hat sich unsere kontinuierliche Arbeit ausgezahlt", so das Kurzresümee von SSJ-Coach Uwe Stephan zur gesamten Saison des u14-Teams.

SSJ Gardelegen: Ziegenbalg (2), Köhn (2), Behrend (18), Melzer (12), Bode (4).

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