Salzwedel. Der Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg hat verdient das Halbfinale im Landespokal der C-Junioren erreicht. Die Landeshauptstädter besiegten am Mittwochabend den Verbandsligisten SV Eintracht Salzwedel mit 6:1. Trotz des deutlichen Sieges blieben die Sportschüler, die nur selten ihre Klasse aufblitzen ließen, aber auch die Salzwedeler einiges schuldig. Sie versteckten sich zu sehr hinter dem großen Favoriten. Die Magdeburger suchten von Beginn an den schnellen Erfolg und belagerten das Tor von Sascha Eder, der mit fortschreitender Zeit seine anfänglichen Unsicherheiten ablegte und seine Mannschaft letztlich auch vor einer höheren Niederlage bewahrte. In der vierten Spielminute suchte nach einer Vollversammlung im Salzwedeler Strafraum Enis Bytygi den Abschluss, peitschte das Leder aber am linken Pfosten vorbei. Die Platzherren lösten sich zeitweilig aus ihrer Hälfte, doch mitunter auch konstruktive Aktionen blieben erfolglos. Dafür kamen die Magdeburger zu ihrem ersten Treffer.

Einen Eckstoß wollte Eder klären, statt zu fausten, und das Leder rutschte ihm zwischen den Handschuhen durch und von dort ins Tor. Max Kretschmer war der Nutznießer. In der Folge tauchte Eintracht-Stürmer John-Pierre Friedrichs völlig frei vor dem FCM-Tor auf. Er konnte das Leder nach Passspiel aber nicht schnell genug unter Kontrolle bringen. Schnell umringt von der Magdeburger Abwehr, verpuffte die scheinbar gute Möglichkeit. Nach einem schönen Spielzug kam der Regionalligist über die rechte Außenbahn vor das Salzwedeler Gehäuse. Bytygis Flankenschuss fand mit Mannschaftskapitän Aaron Kaul einen dankbaren Abnehmer, der sich das 2:0 nicht nehmen ließ. Nur eine Minute später legte Magdeburg nach. Den strammen Schuss von Kretschmer konnte Eder noch parieren, aber der Nachschuss von Andy Weinreich saß - 3:0. Die Gäste blieben weiter am Drücker. Nach Foulspiel von Felix Klapper an einem gegnerischen Spieler im 16er blieb Schiedsrichter Ulrich Schröder nichts weiter übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Benjamin Bolle konnte Eder nicht überraschen, er erwischte die richtige Ecke und entschärfte glanzvoll.

Im direkten Gegenzug - Eder bediente Dominik Wendt, der John-Pierre Friedrichs auf die Reise schickte - fiel das 3:1. Das war dann auch der Pausenstand.

Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer fast nur noch Sommerfußball. Die Elbestädter taten nur noch das Nötigste, bei der Eintracht krankte es in der Offensive. In der 37. Minute kamen die Gäste zu einem schnellen Tor. Richard Gudßends Schuss hatte soviel Effet, dass er an der Grasnarbe so ungünstig absprang, dass Sascha Eder keine Abwehrmöglichkeit hatte. Augenscheinlich war auch ein weiterer Spieler noch dran. Connor Niedciella, der zuvor eingewechselt wurde, erhöhte in der 46. Minute auf 5:1. Die Entscheidung war damit lange gefallen, Salzwedel endgültig besiegt. Zwar trafen Paul Fricke für den 1. FCM noch den Pfosten (59.) und Bytygi zum 6:1, aber spielerisch werteten diese Aktionen das Duell nicht weiter auf. Negativ anzumerken ist, dass Max Kretschmer mit Gelb-Rot vom Platz ging, weil er mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden war (50.).

SVE: Eder - Pietscher, Gotthardt, Liestmann, Schmidt, Klapper, Wendt, Schreiber, Friedrichs, Colmsee, Jagnow (Kamith, Braun, Gürges).

Torfolge: 0:1 Kretschmer (4.), 0:2 Kaul (20.), 0:3 Weinreich (21.), 1:3 Friedrichs (31.), 1:4 Gudßend (37.), 1:5 Niedciella (48.), 1:6 Kretschmer (67.).

BV: Gelb-Rote Karte gegen Kretschmer.

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