Das kommende Punktspielwochenende in der Fußball-Landesliga Nord - es steht der 26. Spieltag auf dem Programm - steht ganz im Zeichen des westaltmärkischen Derbys in Salzwedel und des Klassenerhaltskampfes der SG Eintracht Mechau. Spannung und volle Zuschauerränge dürften also angesagt sein.

Salzwedel. Während also der SV Grün-Weiß Potzehne zum Derby in die Jeetzestadt reisen muss und sich dort beweisen will, ist die SG Eintracht Mechau beim Schönebecker SV zu Gast und möchte dort weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln. Los geht es auf sämtlichen Plätzen um 15 Uhr.

SV Eintracht Salzwedel 09 - SV Grün-Weiß Potzehne (Hinspiel: 2:1). Wer hätte gedacht, dass die Grün-Weißen zum Ende der Saison als Favorit in ein Spiel gegen den SV Eintracht Salzwedel gehen würden? Sicher niemand, aber zieht man die Rückrundentabelle zu Rate, gibt es dort keine Diskussionen mehr. Während die Potzehner aus elf Spielen immerhin 19 Zähler einsammelten, kommen die Jeetzestädter, die in den letzten Wochen gehörig schwächelten, in zwölf Spielen gerade einmal auf elf Punkte. Und nach der neuerlichen bitteren Niederlage zu Hause gegen Gerwisch ist ein Heimsieg gegen kampfstarke Potzehner, die noch um den Klassenerhalt bangen müssen, eher fraglich.

Allerdings will man bei den Grün-Weißen nichts von einer Favoritenrolle wissen. "Also für uns ist Salzwedel der klare Favorit. Wir können froh sein, wenn wir dort einen Punkt mitnehmen würden. Salzwedel hat zwar in den letzten Spielen einige Federn lassen müssen, aber trotzdem werden sie gegen uns brennen. Immerhin ist das ein Derby. Und was die Jeetzestädter gegen Mechau geleistet haben, hat man ja gesehen", so Potzehnes Thomas Melzer. Unter der Woche fehlten einige Spieler beim Training, darunter auch die immer noch angeschlagenen Felix Keller, Sebastian Feldmann oder auch Maik Krehl. Ebenso weilte Trainer Erich Krümmling im Urlaub, der allerdings in Salzwedel auf der Trainerbank Platz nehmen wird. Ob die angeschlagenen Akteure spielen können, ist jedoch fraglich. Fakt ist jedoch, dass Stürmer Mario Stolle nach seiner Knie-OP für den Rest der Saison ausfallen wird. "Irgendwie werden wir schon elf Mann auf den Platz bekommen, und was dann dabei herauskommt, muss man sehen. Allerdings wollen wir nicht verlieren und einen Punkt holen", umreißt Melzer die Zielstellung.

Mit einer völlig anderen Ambition geht natürlich der Platzherr in das Derby. Wie bei allen Heimvorstellungen ist der SVE bestrebt, die drei Punkte zu behalten. Das gelang zuletzt nicht, zu oft gingen die Zähler flöten. Aber die Pätzold-Schützlinge wollen morgen erneut einen Anlauf nehmen. "Die Mannschaft muss mal wieder ein Zeichen setzen", weiß der Coach um die Situation. Doch andererseits drückt der personelle Schuh enorm. Norman Weiß, Sven Komnick, Mario Schulz, Stephan Benecke, Michael Piotrowski, Patrick Bauer und Sebastian Burchardt sind entweder verletzungsbedingt nicht dabei, oder aber es steht ein großes Fragezeichen hinter deren Einsatz. Pätzold muss die Truppe anscheinend mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen, sofern es erforderlich ist. "Ich versuche, eine spielfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen, die auch gegenhalten kann", sagt Pätzold im Vorfeld, der immer noch die 40-Punkte-Marke im Visier hat.

SR: Bernd Manecke.

Schönebecker SV - SG Eintracht Mechau (Hinspiel: 2:0). "Natürlich haben wir uns in der Vorwoche mehr ausgerechnet. Wir wollten den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen ausbauen", blickt Mechaus Trainer Jürgen Brandt nochmals auf die schmerzvolle Niederlage gegen den 1. FC Einheit Wernigerode zurück (1:4). Am Sonnabend wartet mit dem Schönebecker SV eine formstarke Mannschaft auf die Eintracht. Zehn Punkte aus vier Partien, darunter Erfolge gegen Ottersleben und Börde, sprechen dem SSV die Favoritenrolle zu. Fabian Kretzschmann, Marius Bauer und Bastian Smolny, der dem Defensivverbund mehr Stabilität geben soll, kommen in den Kader der SGE zurück.

SR: Peter Deliargyris.