Oebisfelde (jpi). Den Frauen des SV Oebisfelde geht in der Endphase der Sachsen-Anhalt-Liga-Saison nicht nur personell die Luft aus. Nach der klaren Vorwochen-Niederlage bei der SG Seehausen, zog die Mannschaft von Trainer Uwe Dietz auch gestern Nachmittag in eigener Halle gegen den Tabellendritten TV Askania Bernburg klar den Kürzeren. Mit 19:31 (10:16) mussten sich die Allerstädterinnen geschlagen geben.

Dabei sah es zu Beginn für die Gastgeberinnen nicht schlecht aus. Franziska Dietz, Steffi Loan und Flügelflitzerin Juliane Thiele hatten bis zur vierten Minute eine 3:1-Führung herausgeworfen. Auch sieben Minuten später sah es für die Dietz-Formation passabel aus. Franziska Dietz erhöhte auf 6:4. Doch dann war Schluss mit lustig. Die Bernburgerinnen agierten in der Abwehr, speziell gegen Rückraum-Frau Dietz, aufmerksamer. Folge: In der 13. Minute übernahmen die Gäste erstmals die Führung (7:6). Trainer Dietz sah das Unheil kommen, nahm die Auszeit. Doch die blieb leider ohne Wirkung. Das Gegenteil trat sogar ein. Die Mannschaft fand nicht zurück in die Partie. Unter anderem vergeigte Maria Rödiger in dieser Phase gleich zwei Siebenmeter.

Die Bernburgerinnen nutzten die Oebisfelder Schwächen konsequent aus. Askania lag nach 19 Minuten mit 10:7 vorn und leitete nach dem 8:10 durch Thiele bereits die Vorentscheidung ein. Bis zur 27. Minute erhöhte der Rangdritte auf 15:8. Vom SVO war in diesem Abschnitt nicht viel zu sehen, dafür von Trainer Dietz etwas zu hören. Nach einem verunglückten Eckeinwurf zum Gegner, fragte er seine Damen, ob sie denn noch Lust zum Handballspielen haben. Die provokative Frage brachte aber auch nicht den erhofften Umschwung.

Auch nicht nach dem Wechsel. Die Oebisfelderinnen leisteten sich weiterhin zu viele Fehler im Aufbau. Zudem agierten sie in der Abwehr oft zu passiv und der SVO verlor in der 39. Minute mit Steffi Loan einen ihrer Aktivposten. Sie kassierte die dritte Zeitstrafe. Die spielerisch guten Bernburgerinnen hatten so wenig Mühe, ihren Vorsprung kontinuierlich auszubauen. So lag Askania in der 42. Minute zum ersten Mal mit zehn Treffern vorn (23:13). Am Ende betrug der Vorsprung dann zwölf Tore.

SV Oebisfelde: Müller (1), Lehmann, Hübe - Sobeck, Thiele (3), Hahnauer (1), Dietz (7/1), Lüdke (1), M. Rödiger (3/1), J. Rödiger, Loan (3).

Siebenmeter: 6/2;Zeitstrafen: 6.

Vorkommnisse: Oebisfeldes Steffi Loan sieht in der 39. Minute nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte.