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Der SV Liesten 22 hat nach dem Kreismeistertitel auch den Kreispokal gewonnen. Im Endspiel bezwangen die Kicker um Trainer Lutz Bierstedt den SSV 80 Gardelegen mit 5:1 (1:1) und sicherten sich damit das Double.
Schwiesau l Vor dem Spiel fiel es schwer, einen eindeutigen Favoriten auszumachen. Die Tatsache, dass beide Teams ohne Pokalsieger-Shirts anreisten, unterstreicht dies außerdem. Beide Mannschaften gingen mit einer ähnlichen taktischen Aufstellung in diese Begegnung und auch die Risikobereitschaft hielt sich sowohl beim SVL als auch beim SSV in Grenzen. Es waren gerade einmal neun Minuten gespielt, da tauchten die Liestener das erste Mal im gegnerischen Strafraum auf. Niels Bierstedt wurde dabei vom Gardelegener Libero René Benecke unsanft von den Beinen geholt - Elfmeter. Matthias Wiese legte sich den Ball zurecht, trat an und verwandelte sicher zur frühen Liestener Führung - 1:0.
Einen absolut schweren Stand hatte in diesem Endspiel der Liestener Marian Falkenhagen. Der kreative Kopf des Kreismeisters erhielt mit dem SSV-Akteur Daniel Leberecht einen separaten Bewacher. Der Gardelegener machte seine Sache ordentlich und engte die Kreise des Liesteners gehörig ein. Dennoch führten die SVL-Kicker. Nach gut einer Viertelstunde wurden auch die Rolandstädter das erste Mal in der Offensive gefährlich. Manndecker Michael Hille kam in der eigenen Hälfte an den Ball und marschierte in Richtung gegnerisches Tor. Dabei wurde er von den Liestenern überhaupt nicht angegriffen, tankte sich bis zur Grundlinie vor und brachte den Ball flach in die Mitte. Dort lauerte bereits SSV-Stürmer Marco Schönfeld, der das Leder zum 1:1 in die Maschen beförderte. Anschließend verflachte das Spiel zusehends und wirklich zwingende Torchancen blieben erst einmal Mangelware. In der 38. Minute scheiterte Daniel Leberecht per Kopf am Liestener Schlussmann, der den Ball allerdings nicht kontrollieren konnte. Christian Krziwanie wollte nachsetzen, kam jedoch nicht mehr zum Abschluss. Somit ging es mit einem 1:1-Remis in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Liestener, die das Tempo forcierten. Nach einem langen Abschlag von Keeper Michael Piotrowski nutzte Niels Bierstedt einen kapitalen Abwehrschnitzer der Gardelegener Hintermannschaft, steuerte allein auf den SSV-Keeper zu und traf zum viel umjubelten 2:1 (54.). Acht Minuten später stand der Liestener Stürmer, der eine starke Begegnung ablieferte, wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem herausragenden Zuspiel von Marian Falkenhagen ließ Bierstedt dem SSV-Schlussmann erneut keine Abwehrchance und besorgte das 3:1 (62.). Als dann der Gardelegener Michael Hille nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah, schwanden die Hoffnungen der SSV-Kicker, doch noch einmal in diese Begegnung zurückzufinden.

Die endgültige Entscheidung fiel in der 77. Minute, als Sven Komnick sogar auf 4:1 erhöhte. Zwei Minuten später traf der zuvor eingewechselte Kay Pennigstorff nur den Pfosten und verpasste knapp den zweiten Gardelegener Treffer. Den Schlusspunkt setzte dann der Liestener Christian Minkus, der in der Nachspielzeit einen weiteren Foulelfmeter zum 5:1-Endstand verwandelte.
Torfolge: 1:0 Matthias Wiese (9./Foulelfmeter), 1:1 Marco Schönfeld (14.), 2:1, 3:1 Niels Bierstedt (54., 62.), 4:1 Sven Komnick (77.), 5:1 Christian Minkus (92./Foulelfmeter).
SR: Torsten Eckhardt (Diesdorf).
Vorkommnisse: Der Gardelegener Michael Hille sah in der 73. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.
Zuschauer: 417.

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ÖDP, Piratenpartei, Freie Wähler und andere können jetzt Geschichte schreiben, wenn diese allgemein die 5%- Hürde angehen. Während diese für das EU Parlament abgeschafft gehört, weil es bei den vielen Parteien dort nicht entscheident ist, ob da noch 5 deutsche Parteien hinzu kommen, muss die Hürde beim Bundestag und bei Landtagen reformiert werden. Denn laut dem letzten BVG- Urteil ist die Hürde ein erheblicher Eingriff in die Stimmengleichheit der Wahl, der nur bis zu 5% gerechtfertigt ist, um ein anderes hohes Gut zu schützen, die Fähigkeit zur Regierungsbildung und Entscheidungsfindung. Aber letzteres wäre auch dann gegeben, wenn unterhalb der 5% alle Personen beratend in den Bundestag und die Landtage einziehen mit allen Rechten eines Abgeordneten, außer dem Stimmrecht bei einfachen Gesetzen. Und deshalb müsste diese Reform einklagbar sein! Damit können die Abgeordneten von Parteien, die die 5% nicht schaffen Reden halten, Fragen stellen, in Ausschüssen mitarbeiten, das einbringen von Anträgen anregen und mit unterstützen. Das Hauptgegenargument ist, dass ohne Stimmrecht für einfache Gesetze (bei Verfassungsfragen sollten alle Stimmrecht haben, damit die 2/3- Mehrheit nicht verfälscht wird) ja schlechter gestellt wären, als dienormalen Abgeordneten. Aber wen diese eigentlich gewählten Politiker ganz ausgeschlossen sind, sind die noch schlechter gestellt. Und solange eine Koalition zusammenhält, hat eine Opposition, die dauernd überstimmt wird, auch nichts von ihrem Stimmrecht. Und die Reden der ÖDP, Tierschutzpartei, Familienpartei, Piratenpartei, Freien Wähler, der AfD und zum Teil der Linken, der FDP und der Grünen würden viele Debatten bereichern.
Nun ist die Bibel aber ein geschichtlich ungenaues Buch. Das im neuen Testament, wenn es denn stimmt, Pädophile als Synonym für Homosexuelle verwendet wird, wird wohl eher an den Vorurteilen der Christen gelegen haben. Den Untergang des griechischen- und römischen Reiches an der Etablierung von Homosexualität festzumachen, ist jedoch mehr als lächerlich.