Während Teams wie der Schönebecker SC auf den Wechsel des Keepers mit einem weiteren Feldspieler bauten, setzte sich beim Hallenfußball-Masters die Variante mit einem Feldspieler als Torhüter durch, beide Mannschaften des TV Askania Bernburg erreichten das Finale.

Bernburg l Über Systeme im Hallenfußball gibt es unterschiedliche Philosophien, doch es kristallisierte sich eine favorisierte Variante heraus. Von den Teams, die auf einen "festen Keeper" setzten, gelang lediglich dem SV Förderstedt der Sprung ins Halbfinale. Doch nach Niederlagen gegen Askania Bernburg I sowie den Schönebecker SC stand lediglich Rang vier zu Buche.

Trainer Lothar Lampe glaubt nun nicht, dass mit "fliegendem Torwart" ein größerer Erfolg drin gewesen wäre, schließlich habe Maik Binnebößel großartig gehalten, ohne ihn "wären wir vielleicht gar nicht so weit gekommen". Dies bestätigte schließlich auch die Wahl zum besten Keeper des Turniers. "Natürlich gab es zum festen Torhüter auch Kritik von den Fans", erklärte Lampe, "aber bisher hatte sich dieses System bewährt." Für den WBG-Cup in Schönebeck, der am 17. Januar auf dem Programm steht, erwägt der SVF eine Veränderung dieser Taktik. "Aber das ist noch nicht spruchreif."

In der Hallensaison stehe ohnehin der Spaß im Vordergrund, wenngleich "wir eine anständige Leistung gezeigt und mit dem richtigen Einsatz gespielt haben". Auf dem Parkett standen hauptsächlich kleine Spieler wie Chris Ingler, Marcus Janich oder Christian Lattorf. Nicht absichtlich, betonte Lampe, Abwehrhüne Michael Buschke beispielsweise war lediglich angeschlagen und wurde ebenso geschont wie Kapitän Jens Liensdorf.

Ebenfalls auf der Zuschauerbank saß ein Neuzugang. Marc Burdack wechselte von der ZLG Atzendorf (Landesklasse) zum SVF. Der Mittelfeldakteur soll vor allem auf der linken Seite zum Einsatz kommen, muss sich aber erstmal im Training beweisen. Auftakt ist am Dienstag, 14. Januar. Nach dem WBG-Cup steht am Sonnabend, 18. Januar, der erste Test beim TSV Zerbst (Landesklasse) auf dem Programm.

Bei der TSG Calbe baute man indes ebenfalls auf echte Torhüter. Mit Christian Baer stand zudem ein neues Gesicht zwischen den Pfosten. Nachdem er in der vergangenen Saison für Edderitz auflief, kehrte er nun zur TSG zurück, wird sowohl für die Zweite antreten als auch der dritte Keeper in der Landesliga-Elf sein. "Er hat gute fußballerische Fähigkeiten. Seine Einsatzzeiten bei den Hallenturnieren waren abgesprochen", sagte Trainer Thomas Sauer. Baer ergänzte sich mit Benjamin Richter und war ein solider Ersatz für Stephan Pingel, der nach einer Kreuzband-Verletzung vor einiger Zeit die Turniere auf dem Parkett eher vermeidet.

Baer und Richter hatten indes alle Hände voll zu tun, vor allem gegen den Schönebecker SC im abschließenden Gruppenspiel ging es hoch her. Nach der 5:0-Führung waren sich die "Grünen" wohl etwas zu sicher. Sie ließen in der Rückwärtsbewegung einige Laufduelle aus und mussten den Anschluss zum 4:5 der TSG hinnehmen. Stephan Birnbaum, der ebenfalls zu alter Stärke zurückfindet, hatte den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber mit einem Volleyschuss. Am Ende gelang ihm noch der 6:7-Anschlusstreffer, die Wende aber nicht mehr.

Ergebnisse waren Sauer jedoch gar nicht so wichtig. "Wir wollen uns nicht an eine Taktik gewöhnen. Vielmehr geht es um Spaß", betonte der Trainer. Ihn freute es ohnehin vielmehr, dass auch Manuel Igel nach seiner langwierigen Verletzung wieder ins Training einsteigen kann, er das Masters und den Fides-Cup tags zuvor als erste Praxis absolvieren konnte. "Unser Fokus liegt auf den Ligaspielen", betonte der Coach, der seine Schützlinge nach einer trainingsfreien Woche am kommenden Montag zum nächsten Hallentraining in Vorbereitung auf den WBG-Cup (17. Januar) in Schönebeck bittet. Einen Tag später steht der erste Test bei Roter Stern Sudenburg bevor.

   

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