Magdeburg (nrc) l In der Sachsen-Anhalt-Liga mussten sich die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck dem HSC 2000 Magdeburg mit 28:37 (16:18) geschlagen geben.

Das Ergebnis spiegelt jedoch nicht die Leistung der Schönebeckerinnen wider. Im Vorfeld hatte Lok-Trainer Dirk Schedlo zu einer guten Zusammenarbeit von Offensive und Defensive gemahnt, um das Konterspiel des HCS zu unterbinden. "Das haben die Mädels auch sehr gut umgesetzt", lobte Schedlo. "Erst in den letzten zehn Minuten gelang den Magdeburgerinnen ihr Konterspiel."

Die Partie begann für die Elbestädterinnen gut. Das Geschehen war bis zu 20. Minute ausgeglichen, bevor sich der HCS erstmals zum und einem Stand von 14:10 absetzte. Schedlo nahm dann eine Auszeit und appellierte an die Moral seiner Schützlinge. Dies zeigte Wirkung und Schönebeck verkürzte den Rückstand bis zum 16:18-Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte gab es ein ähnliches Bild. Zwar erhöhten die Magdeburgerinnen ihren Vorsprung, doch Lok kämpfte sich immer weiter heran und glich schließlich zum 22:22 aus.

Garanten für diese gute Aufholjagd waren unter anderem Nicole Krause, Janka Bauer und Karin Stagge. Krause erzielte sieben Tore im Spiel, allesamt verwandelte Siebenmeter. Bauer zeigte sowohl im Angriff als auch in der Deckung eine gute Leistung. "Ihr Stellungsspiel war vorbildlich", lobte der Trainer. Stagge zeigte sich sehr präsent im Angriff und erzielte vier Tore für die Schönebeckerinnen.

In der 40. Minute ging Lok sogar zum 26:24 in Führung. Dann schlichen sich allerdings Fehler im Abschluss ein. "Wir haben zu viel Schönspielerei betrieben und dadurch bei einigen Würfen zu lange gezögert, das hat dem Gegner Chancen eröffnet", konstatierte Schedlo.

Sechs Minuten vor Ende der Partie gelang es Magdeburg dann doch, das Konterspiel durchzudrücken und der HCS zog zunächst zum 30:28 davon. Lok konnte sich nur noch schwer behaupten und kassierte sieben weitere Treffer, sodass am Ende ein 28:37 zu Buche stand.

Doch trotz der Niederlage ist Schedlo sehr zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. "Das habe ich den Mädels auch gesagt. Spielerisch hätten wir die Partie auch gewinnen können." Weniger zufrieden war der Coach dagegen mit der Leistung der Schiedrichter. Die Regelauslegung bewertete Schedlo als zu einseitig. "Das hat uns auch den Mut genommen und mich schon sehr geärgert."

Lok Schönebeck: Suchan, Krause (7/7) - Wolf, Schafflik, Schedlo (5), Nauer (4), Depta (2), Koeck (4), Sauer (1), Stagge (4)

Siebenmeter: Lok 7/7 - Magdeburg 4/4; Zeitstrafen: Lok: 5 - Magdeburg: 1