Nur ein Mal war die TSG Calbe im Rückstand (1:2), in der Folge beherrschte der Mitteldeutsche Handball-Oberligist die Partie gegen den LHV Hoyerswerda und gewann am Ende verdient mit 30:26 (17:13). Es war der zweite Sieg in Folge.

Calbe l Von Beginn an trumpften die Gastgeber mit ihrer starken 6-0-Deckung auf, in die sich alle Spieler einbrachten. "Wir haben uns sehr gut zur Ballseite verschoben und die Lücken frühzeitig geschlossen", lobte schließlich auch Trainer René Linkohr. Einige Gästespieler wurden so gut verteidigt, dass sie gar nicht zum Zuge kamen und regelrecht kalt wurden. Zunächst blieben beide Mannschaften auf Augenhöhe, nach dem 1:2 blieb die Partie bis zum 8:8 ausgeglichen (18.).

In einer Auszeit richtete Linkohr die Offensive seines Teams neu aus. "Wir haben verstärkt die Übergänge gespielt und zu einem zweiten Kreisläufer aufgelöst", erklärte er. Darauf konnte sich Hoyerswerda nicht einstellen, hatte arge Probleme, seine Defensive zu organisieren und das Einlaufen zu unterbinden.

Mit einem gut aufgelegten Stefan Wiederhold zwischen den Pfosten, der außerdem punktuell auch freie Würfe der Gäste entschärfte, erspielte sich die TSG über Konter und im Positionsspiel mit einer Trefferquote von 70 Prozent in der ersten Hälfte eine 13:9- und 16:11-Führung. "Wir hatten nur fünf Fehlwürfe. Das ist ein guter Wert", lobte Linkohr.

Nach dem Wechsel hielt er an der offensiven Taktik fest, zumal der LHV nach wie vor kein Mittel dagegen fand. Mit dem personellen Wechsel auf drei Positionen kam zudem frischer Wind in die Aktionen, auch eine Manndeckung gegen Spielmacher René Hulha stoppte die Calbenser nicht. Der LHV schwächte sich hingegen auch noch selbst, nach einem Foul in der Abwehr sah Viktor Kovacz die Rote Karte, er konnte daraufhin nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Lediglich Daniel Fekete und Lukas Baase hielten die Gäste mit Einzelaktionen halbwegs im Rennen.

Nach dem 19:13 (32.) enteilten die Hausherren zum 24:16 (40.) - die Vorentscheidung. Spätestens nach dem 28:21 (50.) standen die Weichen auf Sieg. "Es war spielerisch die stärkste Leistung der Saison", lobte der Coach. "Ausschlaggebend war die Disziplin, die diesmal fast die gesamten 60 Minuten aufrecht erhalten wurde." Nun kann das Team zwei Wochen lang verschnaufen, tritt erst am Sonnabend, 8. Februar, beim TuS Radis an. Durch die jüngsten Erfolge "können wir dann selbstbewusst auflaufen".

TSG Calbe: Wiederhold, Bertram - Walter, Barby (2), Krause (2), Hulha (3), Rätzel, Lange (7/3), Weiß (1), Sowa (1), Kralik (6), Hübner (8)

LHV Hoyerswerda: Kastner, Kleist - Fekete (5), Däumel (5/5), Stab (4), Sieber (1), Baase (7), Herzer (1), Eckert, Böhme (1), Reimann, Kovacs (2)

Siebenmeter: Calbe 5/3 - Hoyerswerda 5/5; Zeitstrafen: Calbe 4 - Hoyerswerda 4; Rot: Viktor Kovacz (Foulspiel, 37:04 Minuten) -Hoyerswerda-, Mathias Walter (3x2 Minuten, 52:57) -Calbe-