Beim 12. Febro-Neujahrs-pokal, dem Boxturnier des PSV Schönebeck, das im "Rautenkranz" in Barby ausgerichtet wurde, holten die Gastgeber mit neun Mannschaftspunkten den zweiten Platz. Damit waren sie punktgleich mit Eintracht Berlin, die sich allerdings mit mehr Einzelsiegen den Pokal sicherten. Dritter wurde der TSC Berlin.

Barby l SVP-Trainer Frank Käsebier war zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge, auch wenn nur zwei der sieben angetretenen Boxer der Schönebecker ihre Kämpfe für sich entscheiden konnten. Benjamin Surguz-Rodriguez siegte nach Punkten gegen den Berliner Chadzynski im Bereich Männer, 81 Kilogramm. "Er hat einen sehr guten und souveräner Kampf gezeigt, zumal das auch sein erster im Elitebereich war", lobte Käsebier. Rodriguez war der technisch bessere Boxer und setzte so klare Treffer gegen seinen Kontrahenten.

Den zweiten Sieg für den PSV fuhr Cerun Terteryan im Bereich Elite bis 91 Kilogramm ein. Auch er siegte über den Magdeburger Schröder nach Punkten.

Weniger Glück hatten dagegen Nico Pfanne (Elite, 75 Kilogramm), Tina-Maria Hortig (weiblich, Jugend, 51 Kilogramm) und Tobias Iffland (Schüler, 41 Kilogramm). "Bei Tobias und Tina fehlte einfach die Konzentration in der ersten Runde", erklärte der Coach. "Diese haben sie verschlafen. Dabei beginnt der Kampf mit dem Gong zu ersten Runde." In den beiden folgenden setzten Tobias und Tina noch gute Treffer gegen ihre Gegner, aber es reichte nicht, um das Kampfgericht zu überzeugen. Beide verloren nach Punkten.

Für Tobias gab es aber am Ende noch einen Grund zur Freude. Trotz seiner Niederlage bekam der Schönebecker den "kleinen" Pokal für den besten Kämpfer des Turniers. "Tobias ist auch ein Fighter", so sein Coach. "Er hat wirklich eine gute kämpferische Leistung gezeigt. Auch sein Kontrahent war sehr stark." Der beste Techniker wurde Basir Karamasow vom TSC Berlin, bester Boxer Stefan Weiß von Eintracht Berlin.

Nico Pfanne verlor seinen Kampf gegen Weiß ebenfalls nach Punkten. Allerdings verlief sein Duell genau entgegengesetzt denen von Tina und Tobias. "Nico hat sehr stark begonnen, aber in der dritten Runde fehlten ihm dann die Kraft und Ausdauer", schätzte Käsebier ein. "Das liegt aber auch an seiner fehlenden Wettkampferfahrung. Er setzte ja zwei Jahre aus. Aber Nico hat gezeigt, dass er sich auf dem aufsteigenden Ast befindet."

Die Kämpfe, die im Nachwuchsbereich pro Runde eine Minute, im Elitebereich drei dauerten, fanden bei den Zuschauern viel Anklang. Zudem wurde im Elitebereich ohne einen Kopfschutz geboxt.