Wenn die SG Gnadau eins in der Hinrunde der Landesklasse zu bedauern hat, dann sind es die vielen Ausfälle im Team. Die daraus resultierenden Umstellungen im System schadeten der Konstanz der Fußballer, sodass sie nach der Hinrunde nur Platz elf belegen.

Von Nadja Reichert

Gnadau l "Mit einem stabileren Kader wäre mehr drin gewesen", konstatiert Gnadaus Trainer Sebastian Pape. Dabei ist es nicht einmal so, dass die Ausfälle zu einer Niederlagenserie bei der SG geführt hätten. "Vielmehr sind wir der König der Unentschieden in der Landesklasse", sieht Pape die Situation mit Humor. Von den 14 bestrittenen Partien der Hinrunde endeten acht für Gnadau remis. "75 Prozent davon hätten aber auch Siege sein können", so der Coach.

Mannschaftliche Geschlossenheit überzeugt

Gnadau startete bereits unkons- tant in die Saison. Fast wie ein Vorgeschmack auf die gesamte Hinrunde trennte sich die SGG in ihrem ersten Spiel vom SV Eintracht Gommern mit einem 2:2. Es folgten zwei Siege gegen den SV Kali Wolmirstedt (4:2) und den FC Zukunft Magdeburg (2:0). "Spielerisch können wir mit der Hinrunde zufrieden sein", schätzt Pape ein. Aber auch mannschaftlich hat der Trainer viel Lob für seine Schützlinge übrig. "Die Jungs sind stets geschlossen aufgetreten und haben die Spiele als Team gelöst." Zudem ist Pape stolz auf den Kampfgeist der SG Gnadau. "Auch wenn wir zurücklagen, haben wir uns immer wieder herangekämpft."

Rückstände in Partien verunsichern Spieler nicht

In diesem Zusammenhang ist dem Trainer vor allem die Partie gegen den TuS Magdeburg-Neustadt in Erinnerung geblieben, die letztlich mit 3:3 unentschieden endete. "Wir haben vor 103 Zuschauern auf dem kleineren Rasenplatz gespielt. Die Stimmung war hitzig. Zur Halbzeit lagen wir mit einem Tor zurück. In Hälfte zwei gingen wir schließlich mit 3:2 in Führung und kassierten dann drei Minuten vor Schluss noch den Ausgleich. Dieses Spiel zeigt, dass wir uns von Rückständen nicht entmutigen lassen und immer wieder zurückkommen."

Zur Mitte der Hinrunde fiel Gnadau in ein kleines Loch, kassierte zwei Niederlagen hintereinander (1:3 gegen den SSV Besiegdas Magdeburg, 1:3 gegen Germania Olvenstedt), bevor wieder ein 2:1-Erfolg gegen den SV Traktor Tucheim eingefahren wurde. Konstanz stellte sich erst wieder ab dem Spiel gegen Roter Stern Sudenburg ein, das mit 2:2-Remis endete. Unentschieden gingen auch die letzten beiden Partien der Hinrunde für die SGG aus - 1:1 im Derby gegen den TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens und ebenfalls 1:1 gegen die SG Blau-Weiß Niegripp.

Zur Rückrunde ist Platz unter den ersten Zehn das Ziel

Für die Rückrunde haben sich die Gnadauer daher vorgenommen, mehr Siege einzufahren. "Wir wollen unter die ersten Zehn der Tabelle. Das ist machbar, denn wir sind jetzt personell abgesichert", erklärt Pape. "Außerdem wollen wir den ein oder anderen Aufstiegskandidaten ärgern und uns somit unseren Namen ¿Ligaschreck\' zurückerobern."

Dafür hat sich Gnadau auch mit neuen Spielern verstärkt. Als dritter Torwart kommt Dominique Schaak vom ISV Haldensleben nach Gnadau. Im Mittelfeld werden Martin Kühne vom SV 09 Staßfurt und Phillipp Bläsing, der ehemals für den Schönebecker SC spielte und danach vereinslos war, für frischen Wind sorgen. Björn Borck vom 1. FC Magdeburg III wird zur Rückrunde den Sturm der SGG verstärken. Allerdings gehen auch zwei SGG-Spieler den umgekehrten Weg. Johannes Bolm tritt dem Schönebecker SV II bei, da "er nicht an unsere erste Mannschaft herankommt". Auch von Marcus Gottschling trennen sich die "Fliederpark-Kicker". Gottschling wechselt zum SV Loitsche/Zielitz zurück, was allerdings private Gründe hat. Der Spieler zieht in seine alte Heimat zurück.