Die A-Jugend der SG Lok Schönebeck hatte am vergangenen Spieltag der Sachsen-Anhalt-Liga allen Grund zum Jubeln. Mit einem klaren 33:26-(19:12)-Erfolg setzten sich die Nachwuchs-Handballer gegen Blau-Rot Coswig durch. Loks Keeper Marc Stehl versuchte sich im Sieben-Meter-Werfen.

Schönebeck l Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Lok markierte den ersten Treffer, Coswig glich kurz darauf aus. Dies setzte sich bis zum 2:2 fort, bis sich die Schönebecker zunächst auf zwei Tore zum 4:2 absetzten. Danach liefen die Gäste einem Rückstand von drei oder vier Treffern hinterher. Lok vergrößerte seinen Vorsprung schließlich sogar auf sechs Tore (15:9). "Ich habe verlangt, dass der Ball schnell läuft und die Jungs ins Eins-gegen-Eins gehen", erklärte Lok-Trainer Lutz Bauer. "Das hat die Mannschaft auch umgesetzt." Mit einem Polster von schließlich sieben Toren (19:12) ging es in die Kabine.

Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte dann vor allem Loks Keeper Marc Stehl. Die Coswiger eroberten sich einige Male den Ball durch Technikfehler der Schönebecker und zogen vor den Kasten der Gastgeber. Doch hier scheiterten sie an Marc, der mit einigen Paraden den Vorsprung für seine Mannschaft festhielt. Die vielen Chancen der Gäste schienen Lok wieder wachzurütteln, denn nun packten die Elbestädter in der Deckung mehr zu. Dadurch zwangen sie die Blau-Roten zu vielen schwierigen Würfen. "Die Deckung hat konzentriert gearbeitet", lobte der Coach.

Schönebeck hatte im Gegenzug mehr Zeit, sich in gute Wurfpositionen zu bringen. Coswig bekam Loks Offensive nicht unter Kontrolle. Die Elbestädter nutzten dies und bauten ihren Vorsprung über das 28:18 zum 30:19 weiter aus.

Zum Ende der zweiten Halbzeit schien sich der Gastgeber jedoch etwas auf diesem Polster auszuruhen. Die Passwege wurden nun länger und komplizierter, was auch zu verworfenen Bällen auf Loks Seite führte. Coswig gelangen so noch einmal ein paar Tore über Konter. Jedoch konnten sie den großen Rückstand nicht mehr aufholen. Zudem scheiterten erneut viele Chancen durch Torhüter Marc Stehl.

Der Keeper hatte in der 51. Minute noch einmal einen großen Auftritt. Bei einem Strafwurf durfte sich Marc den Ball nehmen und den Siebenmeter selbst ausführen. Doch die Kugel traf die Latte des Tors, ohne dass sich Coswigs Torwart groß anstrengen musste. "Nie wieder", rief Lutz Bauer in gespieltem Zorn über das Feld. Nach der Partie erklärte er: "Marc hat darum gebeten, auch einmal einen Siebenmeter zu werfen. Ich habe ihm gesagt, wenn er Strafwürfe entschärft, dann darf er auch mal einen werfen. So etwas können wir uns aber nur erlauben, wenn wir so deutlich führen."

Der Sieg mit 13 Toren Vorsprung steigert das Selbstbewusstsein der Schönebecker, zumal sie nun näher ans Mittelfeld der Liga heranrücken und mit einem weiteren Erfolg von Platz elf auf Rang zehn klettern könnten.

Lok Schönebeck: Marc Stehl - Thomas Meyer (3), Marvin Ernst (6), Fabian Bauer (1), Jonas Lindner, Jan Thiedig, Christopher Dette (3), Alexander Klein (2), Eike Christian Herrmann (10/5), Eric Heller (8)

Siebenmeter: Lok 7/5 - Coswig 6/5; Zeistrafen: Lok 4 - Coswig 2