Mit einer starken Leistung präsentierten sich die Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe (12.) ihrem heimischen Publikum. Zwar verloren die Saalestädterinnen am Ende mit 26:28 (12:14) gegen den HC Sachsen Neustadt/Sebnitz (4.), doch der Weg zum Sieg schien gar nicht so weit.

Calbe l In der 43. Minute hatten die Calbenserinnen ihren favorisierten Gegner, HC Sachsen Neustadt/Sebnitz, an den Rand einer Niederlage geführt und die Gäste damit gehörig verunsichert. Das 20:19 - durch Stefanie Hüls per Strafwurf verwandelt - war zwar die einzige Führung der TSG, gefühlt ging dieses Spiel am Ende aber keinesfalls verloren.

Die Saalestädterinnen präsentierten sich selbstbewusst, kampfbereit und ohne Scheu vor dem Drittliga-Absteiger, der sie im Hinspiel gnadenlos auseinander genommen hatte. Die Schönebeckerinnen probierten viel, übernahmen Verantwortung und hatten damit Erfolg. Ein schnurgerader Schlagwurf von Hüls landete dabei ebenso im gegnerischen Kasten wie mutige Heber von Sandra Bischoff, die ungewohnt aber stark auf der Rechtsaußen-Position agierte. Zudem zeigte sich das Team auf Linksaußen mit Antje Schreiber torgefährlich. Vier Mal zappelte der Ball von dieser Position aus in der ersten Hälfte im Netz, immer glänzend in Szene gesetzt von Kristin Sroka.

Die Teamarbeit war es, die den Angriff schlagkräftiger erscheinen ließ. So überzeugte Franziska Sprotte in der ersten Welle beim Doppelpassspiel und hatte dank der großen Disziplin in den Abläufen auch ihren Platz am Kreis.

Was den Sächsinnen ganz bitter aufgestoßen haben dürfte, war ihr mäßiger Kontererfolg. Sowohl Sarah Eichhorn als auch Alexandra Baier hielten einige freie Würfe des HCS, was letztlich Moral kostete. Zudem gelang den Calbenserinnen das Umkehrspiel um Längen besser als noch vor einigen Wochen, was weitere klare Chancen der Gegner vereitelte. So gelang es, den Vorsprung der Neustädterinnen, der nach einer turbulenten und in den Entscheidungen nicht immer nachvollziehbaren Phase, zwischenzeitlich auf fünf Tore angewachsen war (22:27), wieder auf zwei Tore zu verkürzen.

Zwei Punkte gab es am Ende für die TSG nicht, verdient wären sie sicherlich gewesen. Calbe zeigte ein starkes Spiel und sehr viel Mannschaftsgeist. Zwar gab es eine ganze Reihe von "Bigpoints", die liegen blieben - viele Unentschieden, aus denen keine Führung wurde. Aber nach bisweilen katastrophalen Leistungen zählen die Schritte nach vorn und von denen hat das Team gegen Sachsen einige getan.

TSG Calbe: Baier, Eichhorn, Mennecke - Bischoff (5), Hüls (4/8), Mewes, Schreiber (3), Sprotte (3), Sroka (7), Wenzel, Wurbs

Siebenmeter: Calbe 4/4 - HC Sachsen 2/2; Zeitstrafen: Calbe 1 - HC Sachsen 4

   

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