Schönebeck (nrc) l In der Verbandsliga Süd unterlagen die Handballer der SG Lok Schönebeck dem HC Burgenland II mit 27:35 (12:15). Trainer Henning Stapf wusste auch genau, was der Grund für diese Niederlage war. "Es fehlte das Feuer."

Vor allem im Angriff ließen die Schönebecker den Kampfgeist der letzten Spiele vermissen. Zwar erarbeitete sich Lok gute Möglichkeiten, doch wurden diese durch zu hektisch ausgeführte Würfe vergeben. Die daraus entstandenen Konterchancen ließ sich Burgenland nicht entgehen und zog bereits in der ersten Halbzeit über die Stationen 3:1, 4:1 und auf vier Tore Vorsprung (5:1) davon.

Mitte der ersten Hälfte wachten aber auch die Gastgeber auf und holten stetig auf (4:5, 5:6, 6:7), bis in der 23. Minute der 10:10-Ausgleich fiel. Allerdings gab es gleich darauf einen Schock für die Lok-Fans. Stefan Kazmierowski ging am Kreis des HCB zu Boden und hielt sich den Kopf. Physiotherapeutin Jaqueline Tomm kam mit einem großen Kühlakku herbei. Diesen fest auf den Kopf gepresst, verließ Kazmierowski das Feld. Nach dem Spiel erklärte Stapf: "Stefan hat sich eine Wunde am Kopf zugezogen, die genäht werden musste." Kazmierowskis Ausfall zeigte im Spiel der Schönebecker Wirkung. Es fehlte an Druck nach vorn.

Auch nach dem Wechsel änderte sich auf der Platte nichts. Der HCB bestimmte nach wie vor das Geschehen. Nur gut, dass Torhüter Christian Schuster einen starken Tag erwischte und mehrere Würfe der Burgenländer entschärfte. Mit drei starken Paraden hielt Schuster die Elbestädter im Rennen. "Christian ist einer der Garanten für ein gutes Match", lobte der Coach.

Die gute Leistung des Keepers reichte jedoch nicht aus, um die vielen vergebenen Torchancen auszugleichen. "Der Funke ist leider nicht übergesprungen", haderte Stapf. Zudem baute der HCB in seiner Defensive ein Bollwerk auf, mit dem die Schönebecker immer größere Probleme bekamen. Diese beiden Faktoren führten zu einem zwischenzeitlichen Rückstand von zehn Toren (23:33).

Fünf Minuten vor Ende starteten die Gastgeber dann noch einmal eine kleine Aufholjagd, doch diese kam zu spät. Der Rückstand konnte nur noch auf acht Tore zum 27:35-Endstand verkürzt werden.

Lok: Schuster, Niemann, Knörich - Bauer (3), Warschak (3), Kazmierowski (3), Tomm (1), Schröder (4), Krause (7/3), Meißner (4/1), Hermann (1), Meyer (1)

Siebenmeter: Lok 5/3 - Burgenland 5/4; Zeitstrafen: Lok 6 - Burgenland 2