Plauen (fna) l Die TSG Calbe steckt weiterhin mittendrin im Kampf um den Verbleib in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Durch die 31:36 (16:19)-Niederlage beim HC Einheit Plauen konnte sich zudem ein unmittelbarer Konkurrent etwas Luft verschaffen. Größtes Manko war einmal mehr die Chancenverwertung. Peter Weiß, der für René Linkohr bis zum Saisonende das Amt an der Seitenlinie übernehmen wird, hatte 33 Fehlversuche auf dem Zettel stehen. "Damit kann man nicht gewinnen", haderte er.

Zunächst war die Partie ausgeglichen, nach dem 10:9 (14.) für den Gastgeber "haben wir aber fünfmal daneben geworfen", erklärte Weiß. Plauen zog zum 16:10 davon. Eine Überzahlsituation nutzten die Gäste allerdings, um bis zur Pause zu verkürzen. Doch bereits in der ersten Halbzeit offenbarten sich Defizite in der Abwehr, normalerweise das Prunkstück der TSG. "Diesmal war es die schlechteste Leistung in der Saison. Wir sind zu spät oder gar nicht hinausgetreten", schätzte der Coach ein. Damit war es schwer für die Torhüter, Würfe zu parieren, insgesamt hielten Stefan Wiederhold und Daniel Bertram neun Versuche des HCE.

Mit einem Doppelpack von Jan Richter setzte sich Plauen gleich nach Wiederanpfiff zum 21:16 ab. Calbe gelang zwar nochmal der Anschluss zum 24:25, weil "wir immer gekämpft haben", doch in der Folge produzierte das Team zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. Nach dem 29:24 war beim 32:25 die Entscheidung gefallen. "Mit mehr Konzentration im Abschluss wäre etwas drin gewesen", betonte Weiß.

Plauen: Fuchs, Schneider, Zobirei - Hätterich (6), Weiß, Rudolf (2), Richter (8), Krüger, Wolf, Meinelt (3), Werning (2), Vesely (11/6), Rother (1), Bosneac, Multhauf (3)

Calbe: Wiederhold, Bertram - Walter (1), Barby, Krause (5), Hulha (4), Rätzel, Lange (5/1), Weiß, Sowa (5), Kralik (5), Hübner (6)

Siebenmeter: Plauen 6/6 - Calbe 2/1; Zeitstrafen: Plauen 5 - Calbe 4; ZS: 584