Calbe (ttr) l Eine Mannschaft, zwei Gesichter und am Ende keine Punkte: Die Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe gingen trotz einer unheimlich starken Anfangsphase gegen den HSV Haldensleben am Ende mit 26:33 (12:14) unter.

20 Mintuen lang sah alles so aus, als gelänge der erste Saisonerfolg. Die Gäste stolperten nur so über das Spielfeld und produzierten Technik-Regel-Fehler in Serie. Calbe hingegen zeigte sich spielerisch klar überlegen und mit dem nötigen Überblick. Zwar scheiterte die Mühlner-Sieben ein paar Mal am Pfosten, im Großen und Ganzen bestimmte sie aber das Spiel und konnte dies auch an der Anzeigetafel sichtbar machen. Antje Schreiber, die auf Linksaußen mit viel Druck agierte, verwandelte zum 4:2 (10.) und zwang damit Gästetrainerin Dr. Marita Daum recht früh zur Auszeit.

Gewirkt hat die zunächst nicht und die TSG zog auch weiterhin ihre Bahnen. Franziska Sprotte verwandelte wenig später zum 10:4 (19.) und damit der höchsten Führung ihres Teams im bisherigen Saisonverlauf. Der Blick zur Anzeigetafel erschreckte die Spielerinnen offenbar und kurze Zeit später war der Faden nicht mehr erkennbar. Angriff und Abwehr fanden nicht zusammen und so wurde aus sechs Toren Führung binnen zehn Minuten ein Zwei-Tore-Rückstand (12:14).

Mit entsprechend hängenden Köpfen kehrten die Saalestädterinnen auf die Platte zurück, auf der längst ein offenener Schlagabtausch tobte.

Haldensleben punktete in der Folge mit Gegenstößen, die durch das völlig versagende Umkehrspiel der TSG nur unnötig imponierten. Das war schade, denn die Gäste erwiesen sich von Beginn an als beherrschbarer Gegner mit klarer Taktik.

Warum die TSG ihre erfolgreiche Linie nach 20 Minuten verließ, bleibt wieder einmal offen. Klar ist aber, dass die zwischenzeitliche 32:22 (57.)-Führung des Gegners frustierend zu hoch war.

Calbe: Baier, Eichhorn, Mennecke - Bischoff (1), Hüls (6/4), Mewes, Prokop (6), Schreiber (5), Sprotte (1), Sroka (6/2), Wenzel, Wurbs

Siebenmeter: Calbe 7/6 - Haldensleben 7/6; Zeitstrafen: Calbe 5 - Haldensleben 6