Mieste (fna) l Es war einfach nicht mehr drin. Mit vielen verletzten und angeschlagenen Spielern angereist, musste der Glinder HV beim HV Solpke/Mieste dem hohen Tempo der Gastgeber Tribut zollen. Die Eintracht unterlag in der Handball-Verbandsliga am Ende deutlich mit 25:34 (13:16). "Wir sind etwas zurückhaltender aufgetreten, hatten Angst vor weiteren Verletzungen", erklärte Trainer Tristan Staat. "Der Gastgeber hingegen konnte über 60 Minuten volles Tempo gehen."

Die Anfangsphase gestalteten die Gäste ausgeglichen, vor allem Sascha Timplan hielt seine Farben im Spiel (3:3). Danach hatte sich die Abwehr des HVS aber auf den Rückraum-Schützen eingestellt, wehrte viele Würfe ab und lief immer wieder Konter. Fünf Treffer in Folge sorgten für die klare 8:3-Führung. Danach nahm der Gastgeber aber das Tempo heraus, Glinde kämpfte sich wieder heran und lag zur Pause nur mit drei Treffern zurück.

Nach dem Wechsel hielt HVS-Keeper Jen Quatz einen Siebenmeter von Timplan. Dies stachelte seine Mannschaft an. Nach dem 21:16 und der dritten Zeitstrafen gegen Timplan (40.)erhöhte Solpke/Miese wieder das Tempo. Durch den deutlichen Sieg verließ das Team erstmals die Abstiegsplätze. "Die geschlossene Mannschaftsleistung, hoher kämpferischer Einsatz und leichte spielerische Verbesserungen haben zum verdienten Erfolg geführt", erklärte HVS-Trainer Daniel Heimann. "Man hat jedoch gesehen, dass es hier und da noch spielerische Defizite gibt. Wir müssen für den Klassenerhalt weiter konzentriert an uns arbeiten."

Die unteren Tabellenregionen rücken für Glinde etwas näher, sodass es für die bevorstehende Partie gegen den LSV Klein Oschersleben, einen direkten Tabellennachbarn, "keine Ausreden mehr gibt", betonte Staat. In der vergangenen Woche habe es aufgrund der angeschlagenen Spieler "alternatives Training" gegeben, in dieser jedoch "ziehen alle wieder mit". Es sollte am Sonnabend ab 17 Uhr also auch etwas mehr drin sein.

Glinde: Weiss, Storch - Staat, Max Kreyenberg (1), Bierhals, Gieraths (6), Blumenthal, Kowaczeck (2), Recker (2), Martin Kreyenberg, Michael Kreyenberg (7), Timplan (7)