In der Verbandsliga mussten sich die Handballer der SG Lok Schönebeck dem Jessener SV mit 23:25 (9:12) geschlagen geben. Während in der Deckung eine Verbesserung zu erkennen war, ließ der Angriff wieder einmal die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Schönebeck l Trainer Hennig Stapf war nicht zufrieden. "Die Offensive hat versagt, die Leistung war unterirdisch", lautete das harte Urteil nach der Partie.

Im Vorfeld hatte Stapf zu ruhiger Ballführung gemahnt, die Lücken sollten in der Deckung des JSV gesucht werden, bevor der Abschluss erfolgt. Davon war jedoch nicht viel zu sehen. "Wir haben die Würfe zu schnell genommen", haderte der Trainer.

Dabei gestaltete sich die Partie zunächst recht ausgeglichen. Bis zum Stand von 7:7 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Auf beiden Seiten arbeitete die Defensive gut. Jessen stellt ohnehin die zweitbeste Abwehr der Liga und Lok setzte in der Deckung die im Vorfeld getätigten Absprachen um. Zudem standen in beiden Kästen starke Torhüter. Auf Loks Seite war es einmal mehr Christian Schuster der, übrigens im gesamten Verlauf, seine Mannschaft im Spiel hielt. "Christians Leistung kann ich durchaus positiv hervorheben", lobte auch Stapf.

Im Angriff lief dagegen zunehmend schief, was schief laufen konnte. Durch die hektischen Würfe kam Jessen zu Konterchancen und setzte sich zur Pause mit drei Toren zum 12:9 ab.

Nach dem Wechsel erhöhte sich der Vorsprung der Gäste auf vier Treffer (14:10). Die Pausenansprache des Trainers schien bei Lok zunächst gewirkt zu haben, denn der Ball lief ruhiger und die Schönebecker kamen auf zwei Tore heran (12:14). Zudem gelangen den Gastgebern nun selbst einige gute Konter, wie etwa Toni Warschkau, der so das 15. Tor für Lok erzielte. Oder auch nach einer Balleroberung durch Stefan Kazmierowski am Jessener Kreis. Kazmierowski spielte den Ball auf Martin Schröder ab, der diesen an Jan Bauer übergab, welcher ohne Schwierigkeiten einnetzen konnte.

"Solche Szene waren leider selten", so Stapf. Mitte der zweiten Hälfte zog die Hektik wieder in Loks Spiel ein und Jessen setzte sich erneut auf vier Tore ab (22:18). Lok konnte zwar wieder verkürzen, es reichte aber nur für den 23:25-Endstand. "Die Niederlage kam durch die Einstellung zustande. Diese hat einfach nicht gestimmt." Nein, Henning Stapf war absolut nicht zufrieden.

Lok Schönebeck: Schuster, Niemann, Knörich - Bauer (2), Schulz (1), Kazmierowski (8/8), Tomm (1), Schröder (6), Krause (1), Warschkau (3), Meißner (2), Hermann, Meyer

Siebenmeter: Schönebeck 8/8 - Jessen 1/1; Zeistrafen: Schönebeck 3 - Jessen 4