Schönebeck (fna) l Die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck haben durchaus das Potenzial, mit den Spitzenteams der Sachsen-Anhalt-Liga mitzuhalten, auch gegen Askania Bernburg, den HC Burgenland oder am Sonnabend Buna Schkopau Paroli zu bieten. Doch es fehlt das letzte Quäntchen, um gegen sie auch den Sieg einzufahren. "Wir sind zu sehr darauf angewiesen, dass mehrere Spielerinnen an ihre Leistungsgrenzen gehen. Derzeit haben wir noch keinen Kader, der breit genug aufgestellt ist", erklärte Trainer Dirk Schedlo nach der 24:28 (10:14)-Niederlage gegen Buna.

Vor allem die Fehlerquote verhinderte ein besseres Resultat. Sieben Pfostentreffer, fünf leichtfertig vergebene Versuche und sechs Regel-Technik-Fehler bedeuteten den Unterschied im Vergleich mit den Gästen, die mit zwei Neuen aufwarteten und ihren Stiefel solide abspulten. "Sie hatten vier starke und auffällige Spielerinnen, die haben wir nicht in den Griff bekommen." Somit setzte sich Schkopau frühzeitig zum 9:6 ab.

Lok hatte anschließend die Chance, zum 8:9 zu verkürzen, doch beide Siebenmeter wurden vergeben. "Da fehlte uns die Nervenstärke. Vielleicht wäre es sonst spannend geblieben", schätzte Schedlo ein. Nach dem Wechsel wurden seine Schützlinge eiskalt erwischt, erneut gab es zu viele Fehlwürfe. "Wir waren zu unkonzentriert." Schkopau enteilte zum 24:16. "Dann haben wir aber Moral bewiesen", lobte der Coach. Das Team verkürzte den Rückstand auf vier Zähler, mehr war nicht drin. "Schkopau hat verdient gewonnen. Der Sieg war nie in Gefahr."

Entsprechend niedergeschlagen war das Team, denn "es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe". Nun muss Lok in den kommenden Partien bei Haldensleben II und gegen Niederndodeleben II mit mehr Konzentration aufwarten. Bei zwei Siegen würde dann nämlich ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt möglich sein. Und dann kann man ja vielleicht doch noch einen der Großen ärgern.

Schönebeck: Suchan, Krause (1/1) - Wolf (2/1), Schafflik (1), Schedlo (8/2), Bauer, Depta (2), Koeck (4), Sauer (2/1), Freiberg

Siebenmeter: Schönebeck 8/5 - Schkopau 1/1, Zeitstrafen: Schönebeck 5 - Schkopau 8