Handball l Köthen (nrc) In der Verbandsliga gelang den Handballern der SG Lok Schönebeck ein 29:25 (14:11)-Erfolg bei der Reserve der HG 85 Köthen. Kuriosum der Partie: Loks Torwart Robert Knörich erzielte einen Treffer. "Robert wollte eigentlich einen Konter einleiten und warf den Ball quer übers Feld. Doch weder unsere Spieler noch Köthens Torwart bekam den Ball zu fassen und er landete im Tor", wunderte sich auch Loks Trainer Henning Stapf.

Die Partie begann vielversprechend für die Gäste. Zwar markierte Köthen den ersten Treffer, doch die 1:0-Führung sollte die erste und letzte der Partie sein. Lok setzte sich postwendend zum 3:1 ab. Stapf war zufrieden, hatte seine Sieben doch im letzten Spiel gegen den Jessener SV alles andere als geglänzt. "Die Torausbeute von insgesamt 29 Treffern war schon in Ordnung." Auch die mannschaftliche Leistung war deutlich besser als im letzten Match. "Die Jungs haben viel gesprochen und sich gegenseitig Mut gemacht."

Zwar geriet Lok nicht mehr in Rückstand, leicht wurde es gegen die Zweite von Köthen allerdings auch nicht. "Der Gegner kämpfte sich in entscheidenden Phasen auf ein Tor heran. Köthen war deutlich stärker als im Hinspiel", erkannte Stapf die Leistung des Gegners an. "Sie haben im Angriff viel Druck gemacht und ein hohes Tempo über 60 Minuten durchgehalten."

Doch Lok hielt mit und zeigten vorn ebenfalls ein schnelles und druckvolles Spiel, hinten wurden viele Bälle geblockt. "Stefan Kazmierowski, Toni Warschkau und Jan Bauer haben im Mittelblock gut gearbeitet", lobte Stapf. "Und Mario Meißner hat Martin Schröder im Rückraum gut vertreten." Schröder war beruflich verhindert. Der Sieg gegen Köthen gibt Lok neues Selbstvertrauen. Nun hat das Team eine Woche Pause, genug Zeit also, um sich auf Tabellenschlusslicht Fichte Erdeborn vorzubreiten.

Lok: Schuster, Niemann, Knörich (1) - Schulze (1), Kazmierowski (5/1), Bauer (4), Krause (4/2), Warschkau (7), Sauerzweig, Meißner (6), Tomm (1)

Siebenmeter: Lok 4/3 - Köthen 8/6; Zeitstrafen: Lok 3 - Köthen 6; Rot: Florian Barth (57. Minute, 3x2 Minuten, Köthen)