Handball l Calbe (cri/nrc) In der Bezirksliga West gewann die TSG Calbe II das Spitzenspiel gegen Tabellenprimus SV Lok Oschersleben mit 22:21 (9:11). Doch beide Teams wurden dem Anspruch eines solchen Duells nicht gerecht und boten nur handballerische Magerkost.

Calbe fand schwer ins Spiel. Während die Abwehr solide arbeitete, war die Offensive von Hektik und unkonzentrierten Abschlüssen geprägt. Es dauerte bis zur neunten Minute, ehe die TSG zum ersten Mal traf. Lok führte bereits mit 4:0. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte fand kein Team zur Normalform. Vor stattlicher Zuschauerkulisse wurden im Angriff viele Technikfehler produziert. Im Bemühen, den anfänglichen Rückstand aufzuholen, erfolgte der Abschluss der TSG wiederholt zu schnell und durch Einzelaktionen.

In der Kabine war allen klar, dass das Spiel nur durch mehr Ruhe und Struktur im Angriff gewonnen werden konnte. Die Umsetzung war jedoch nur halbherzig. Zwar gelang dem Gastgeber beim 12:12 (34.) erstmals der Ausgleich, doch die Hektik blieb. Dass Oschersleben mit den Entscheidungen der Schiedsrichter haderte, nutzte Calbe und setzte sich zum 16:14 (44.) ab. Drei Tore in Folge brachten die Gäste wieder mit 17:16 in Front, dann traf die TSG dreimal hintereinander zum 19:17.

Nach dem 20:20-Ausgleich der Gäste erhöhte Calbe zum 22:20, kassierte aber 17 Sekunden vor Ende den Anschlusstreffer. Die TSG nahm eine Auszeit. Nach Wiederanpfiff bekam Lok durch ein Foul den Ball. Der daraus resultier-ende Angriff wurde vor dem Gastgeber-Tor mit dem Abpfiff gestoppt. Oschersleben erhielt noch einen direkten Freiwurf, der jedoch die Abwehrmauer nicht überwand. Nun kannte der Calbenser Jubel keine Grenzen mehr. Der Dank ging an die Zuschauer, die das Team trotz des insgesamt schwachen Auftritts großartig unterstützten.

Calbe: Giesemann - M. Kralik (6/2), T. Tischler (2), Ritter, Weder (5/1), Lüdersdorf (2), Herget (3/2), M. Tischler, Fahrholz (2), Ulrich (2), Gusinde, Falkenthal