In der Sachsen-Anhalt-Liga siegte die männliche Handball-A-Jugend der SG Lok Schönebeck gegen die SG Seehausen mit 30:20 (17:8). Trotz des Erfolges bleibt Lok hinter dem Gegner in der Tabelle auf Platz elf.

Schönebeck l "Bei einer besseren Chancenverwertung hätte der Sieg auch höher ausfallen können", resümierte Martin Musche aus dem Lok-Trainergespann mit Lutz Bauer. "Aber wir haben in den entscheidenden Phasen das Spiel bestimmt."

Nach 15 Minuten setzte sich Lok erstmals zum 9:6 ab. Die Gäste versuchten dran zu bleiben und verkürzten noch einmal zum 8:10. Doch dies sollte auch das letzte Tor gewesen sein, das Seehausen in der ersten Halbzeit warf. Lok ließ anschließend keinen Treffer mehr zu.

In der Offensive wurde ebenfalls noch einmal eine Schippe drauf gelegt und sieben weitere Tore erzielt, sodass es zur Pause 17:8 stand. "Dass wir zur Halbzeit mit neun Treffern in Führung lagen, verdanken wir auch unserem Torhüter, der ein gutes Spiel gezeigt und unsere Mannschaft mit Paraden vorn gehalten hat", lobte Musche seinen Keeper Marc Stehl.

In der zweiten Halbzeit bewies Stehl weiter seine Stärke und parierte einen Siebenmeter von Seehausen, nachdem ein SGS-Akteur von Eike-Christan Hermann gefoult wurde. Aus dieser Parade heraus wurde ein Konter eingeleitet, mit dem die Schönebecker ihren Vorsprung auf 18:8 erhöhten. Dieses Schema setzte sich danach noch einige Male fort. Die herausgespielten Konter konnten vom Seehäuser Keeper wiederum nicht entschärft werden. Somit zogen die Elbestädter zwischenzeitlich zum 23:10 davon.

Dann schlich sich jedoch "Bruder Leichtfuß" bei den Lok-Handballern ein. Die Offensive wurde zu hektisch, die Spieler versuchten zu häufig über Einzelaktionen zum Abschluss zu kommen. Dadurch wurden viele Möglichkeiten vergeben. Seehausen nutzte diese Leichtfertigkeit und kämpfte sich wieder heran, konnte jedoch nicht auf weniger als zwölf Tore Unterschied verkürzen (24:12). "Im Angriff ging es oft viel zu hektisch zu, dafür hat die Defensive ordentlich zugepackt", schätzte Musche ein.

Ein Vorteil für die Gastgeber war sicherlich die Tatsache, dass Spieler wie Eike-Christian Herrmann über Erfahrung aus der ersten Männermannschaft verfügen. "Das merkt man vor allem körperlich. Die Jungs, die bei den Männer aushelfen, gehen sicherer und aggressiver ins Eins-gegen Eins", erklärte der Trainer. Allerdings betonte er auch, dass die ganze Mannschaft geschlossen den Sieg errungen hat. "Die Einstellung und der Zusammenarbeit haben gestimmt."

Zudem hob Musche noch Kreisläufer Thomas Meyer heraus, der mit zehn Treffern ein Drittel der Schönebecker Torausbeute erzielte. "Er war sehr gut aufgelegt."

Lok konnte sich durch diesen Sieg zwar nicht an der SG Seehausen vorbei und damit ins Mittelfeld der Liga schieben, doch trennen beide Teams nur noch drei Punkte. In der nächsten Partie wartet der Sechste der Tabelle, der HV Wernigerode, auf die Elbestädter. Dann gilt es, wieder anzugreifen, um den Sprung aus der unteren Tabellenhälfte zu meistern.

Lok Schönebeck: Marc Stehl - Thomas Meyer (10), Marvin Ernst (6), Fabian Bauer, Jonas Lindner, Jan Thiedig, Christopher Dette (3), Alexander Klein (4), Eric Hetter(4), Eike-Christian Herrmann (3)

Siebenmeter: Lok 6/3 - Seehausen 3/0; Zeitstrafen: Lok 3 - Seehausen 4

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