Staßfurt (hla/fna) l Der Spitzenreiter der Fußball-Salzlandliga, der FSV Drohndorf/Mehringen, dürfte der große Gewinner des 19. Spieltages sein. Denn die Einheit-Elf verlor erneut gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Nach den Siegen von Eickendorf und Felgeleben verfolgt nun ein Trio den Klassenprimus, allerdings mit gehörigem Abstand. Bewegung kam auch in den Tabellenkeller.

Die Verlierer des Spieltages sind in jedem Fall der SV 08 Baalberge und der SV Warthe Hakeborn. Aber auch für den 1. FSV Nienburg und die TSG Calbe II ist die Lage weiterhin ernst. Erfreulich war das Fairplay, denn kein Akteur musste vorzeitig durch einen Feldverweis ein Match beenden.

Warthe Hakeborn -

Egelner SV 0:3 (0:2)

Nach vorsichtigem Beginn beider Teams vergab der Gastgeber die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Im Gegenzug markierte der ESV hingegen das 1:0. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich die clevere und technisch bessere Spielanlage der Gäste. Hakeborn hielt im Derby der Egelner Mulde kämpferisch weiterhin dagegen, so dass es über weite Strecken ein offener Schlagabtausch war. Doch vor dem Tor war der Unterschied deutlich erkennbar, der letztlich den verdienten Gästeerfolg bedeutete. Egeln nutzte eiskalt seine Möglichkeiten, da fehlte dem Gastgeber einfach der nötige Zug zum Tor.

Tore: 0:1 Sebastian Michael (32.), 0:2 Andreas Janott (42.), 0:3 Steffen Brauer (61.); SR: Rommel (Bernburg), ZS: 100

SV Wolmirsleben -

Drohndorf/Mehr. 0:2 (0:1)

Der Gastgeber wollte unbedingt seine positive Serie von sechs ungeschlagen Begegnungen fortsetzen und begann stürmisch. Er hatte damit sofort erste Chancen, da der FSV zunächst recht passiv wirkte. Doch schon in dieser Phase war das oft zu hektische und kopflose Angriffsspiel des SVW zu sehen. Letztlich fehlte es wohl auch am nötigen Glück der vergangenen Wochen, um diese Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Dies zog sich durch das gesamte Spiel der Wolmirsleber, die stets kämpferisch auftraten. Der Spitzenreiter suchte immer wieder seine Chancen über Konter und nutzte diese dann auch clever - bis auf Kilian, der einen "Elfer" verschoss (33.).

Tore: 0:1, 0:2 Frank Hartmann (27., FE, 48.); SR: M. Walke (Biere), ZS: 36

Wacker Felgeleben -

Winningen 3:0 (3:0)

Mit dem Wind als Spielpartner begann der Aufsteiger druckvoll, denn alle Akteure wollten unbedingt wieder einen Erfolg einfahren. Die Tore fielen durch gut herausgespielte Einzelaktionen. Doch damit kehrte geordnete Ruhe ins Wacker-Spiel ein. Winningen fand bis zur Pause kaum statt. Auch nach dem Wechsel konnten die Gäste kaum Feldvorteile erarbeiten, trotz Rückenwindes. Zu stabil stand der Abwehrverbund der Felgelebener. Aus diesem wurde zudem kluger Konterfußball gespielt. Die Abschlussschwäche blieb das einzige Manko der Einheimischen.

Tore: 0:1, 0:2 Martin Glaser (6., 37.), 0:3 Chris Müsing (45.); SR: Karls (Neugattersleben), ZS: 52

Grün-Weiß Giersleben -

Einheit Bernburg 2:1 (1:1)

Die Kreisstädter hatten den besseren Start und gingen glücklich, aber verdient in Führung. Doch nun kämpfte sich das Platzteam regelrecht ins Match. Giersleben kam sofort zu guten Möglichkeiten und ging nicht unverdient in Führung. Nun war es ein offener Schlagabtausch mit optischer Überlegenheit der Gäste. Doch besser war die Einstellung der Grün-Weißen. Jeder Akteur rief sein Leistungsvermögen ab und wollte unbedingt den Sieg. Diesen gab es am Ende auch, ohne dass der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde.

Tore: 0:1 Robert Straube (16.), 1:1, 2:1 Mathias Stephan (40., 52.); SR: Meiners (Groß Börnecke), ZS: 64

BSV Eickendorf -

Unseburg/Tarthun 1:0 (0:0)

Ein richtiger Spielfluss kam in diesem niveauarmen Kampfspiel nie auf. Verbissene Zweikämpfe, Fouls und viele Nickligkeiten brachten immer wieder Unterbrechungen. Dazu konnte jedes Team eine Halbzeit vom Mitspieler Wind profitieren. Diesen hatte zunächst der Gast als Partner. Doch er vergab seine große Führungschance. Denn José Mundt verschoss einen "Elfer" (22.). Nach der Pause hatte dann der BSV mehr vom Match und einige Chancen. Eine davon wurde zum Siegtor genutzt.

Tor: Daniel Schedlo (54.); SR: Wiederhold (Latdorf), ZS: 25

1. FSV Nienburg -

TSG Calbe II 0:0

Der Gastgeber verschaffte sich mit dem Wind als Partner sofort Feldvorteile, doch es lief bis auf ein paar Weitschüsse wenig zusammen. Die Gäste waren nur auf Sicherung ihres Tores aus. Nach der Pause - gegen den Wind - kam das Kurzpassspiel des FSV besser zum Tragen. Doch die wenigen sehr guten Chancen blieben ungenutzt. Der Gast agierte weiter recht passiv und war mit den Punktgewinn hoch zufrieden. "Für uns war es ein verlorenes Spiel", so FSV-Trainer Bizuga.

Tore: Fehlanzeige; SR: S. Neumann (Staßfurt), ZS: 32

VfB Neugattersleben -

SV Rathmannsdorf 0:5 (0:3)

Die Gäste nutzten von Beginn an den starken Wind und entschieden die Begegnung schon vor der Pause. Der frühe Rückstand schockte den VfB sichtlich. Bis zum Seitenwechsel ging nach vorn nichts. Zu sicher trat der SVR auf. Auch gegen den Wind bestimmten die Gäste nach dem Wiederanpfiff weiterhin klar die Partie. Auch als sie im Schlussdrittel auf Schongang umschalteten, geriet ihr Tor kaum in Gefahr. "Wir haben auf der ganzen Linie enttäuscht und völlig verdient verloren", resümierte VfB-Mannschaftsleiter Helmut Schöler.

Tore: 0:1, 0:2 Alexander Bock (16., 27.), 0:3 Marcel Poser (40.), 0:4 Thomas Keye (50.), 0:5 Alexander Bock (66.); SR´in: Remus (Hecklingen), ZS: 65

SV 08 Baalberge -

Schönebecker SC II 1:2 (0:1)

Es war ein sehr schwaches Spiel, das in keiner Phase Salzlandliga-Niveau erreichte. Gegen eine schwache Baalberger Elf verschafften sich die kampf- und lauffreudigen Gäste bis zur Pause klare Feldvorteile. Nach dem Wechsel kam endlich Leben ins Spiel der Gastgeber und das Tor des SSC wurde nun mehr unter Druck gesetzt. Nach dem Ausgleich wurden weitere Chancen vergeben, dazu hatte Baalberge noch Pech mit einem Lattentreffer. Mit ihrem Konterfußball war die SSC-Reserve aber nie ungefährlich, so sicherte sie sich am Ende doch wohl recht glücklich den Dreier.

Tore: 0:1 Jens Maaß (19.), 1:1 Marcel Jansen (53.), 1:2 Sebastian Guhde (84.); SR: Wondratschek (Westeregeln), ZS: 55