Zwar fielen am vergangenen Spieltag 20 Treffer, doch wie bereits in den Vorwochen nominierten die Trainer der FußballSalzlandligisten erneut zahlreiche Abwehrakteure für die Elf des 19. Spieltages. Gleich elf Verteidiger wurden empfohlen.

Salzlandkreis l Drei der elf Abwehrspieler nominierte allein Nienburgs Trainer Dirk Bizuga. Sowohl seine beiden Außen- als auch ein Innenverteidiger sorgten dafür, dass am Ende die Null gegen Calbes Reserve stand. Den Sprung in die Auswahl packte Enrico Engel, da er neben einer soliden Abwehrleistung auch für Akzente nach vorn sorgte, wenngleich diese beim torlosen Remis glücklos blieben. Auch Gästetrainer Jörg Harms nominierte neben Torhüter Stephan Herrmann einen Verteidiger. "Philip Berner überzeugte durch sein gutes Stellungsspiel."

Bei Eickendorf hate die Null hinten ebenfalls Bestand. Seit drei Spielen musste Keeper Daniel Beck nicht mehr hinter sich greifen. BSV-Coach Stefan Schäfer bezeichnete die Leistung seines Schlussmanns als "souverän", denn der Wind sorgte oft dafür, dass Bälle unberechenbare Flugkurven nahmen. Außerdem stach Kapitän Steffen Brandt hervor, "der Kopf der Mannschaft", der mit seiner ruhigen Art Woche für Woche als positives Beispiel vorangeht.

Thoralf Voß, Trainer von Wacker Felgeleben, nominierte nach dem überzeugenden 3:0 über Winningen gleich vier Akteure. Schlussmann Thomas Apel kehrte nach langer Verletzungspause zurück in den Kasten, "strahlte Sicherheit und Ruhe aus". Libero Jan Skibinski gab der Abwehr nach seiner abgesessenen Sperre wieder Halt, Linksverteidiger Hannes Bröser überzeugte durch eine hervorragende Zweikampfbilanz. Neben der soliden Defensive glänzte Martin Glaser im Sturm, erzielte zwei Treffer und "hat sehr viel geackert".

Nach Rathmannsdorfs 5:0-Kantersieg über Neugattersleben führte kein Weg am dreifachen Torschützen Alexander Bock vorbei. "Er agierte im offensiven Mittelfeld sehr agil und verwandelte einen Freistoß sehenswert", freute sich sein Trainer, Frank Oehme. Außerdem nominierte der Coach mit Oliver Reher seinen linken Verteidiger, der "hinten sicher war, nach vorn für Druck sorgte und seit Wochen überzeugt".

Nach dem Spiel gegen Spitzenreiter Drohndorf/Mehringen war Wolmirslebens Trainer Jürgen Kauws voll des Lobes über Florian Nitsche, der Drohndorfs "Goalgetter" Tim Kilian abmeldete. "Er war sein Schatten." Das erkannte auch Gästetrainer Sebastian Otte an. "Nitsche hat es Tim schwer gemacht und ihn gut im Griff gehabt." Doch dafür traf Frank Hartmann aus der "Doppel-Sechs" mit Carlo Bochnig zweimal. "Beide waren sehr präsent, haben das Spiel angetrieben und nach hinten nichts durchgelassen", schwärmte Otte. Auch Daniel Mohr im Wolmirslebener Tor überzeugte auf ganzer Linie.

Beim vierten Saisonerfolg der Schönebecker Reserve griff die Taktik des Trainers, Kevin Lindner und Jens Maaß stets die Positionen des Innenverteidigers und "Sechsers" tauschen zu lassen. "Damit kam Baalberge nicht klar", erklärte Marko Ulbrich. Immer wieder waren beide die "Initiatoren des Angriffs". Ulbrich lobte seine beiden erfahrensten Schützlinge. "Das haben sie sehr organisiert gemacht." Durch den 2:1-Sieg verließ der SSC II die Abstiegsränge, "unser Zwischenziel". Maaß krönte seine Leistung mit dem Führungstreffer.

Nach Bernburgs Patzer beim Schlusslicht Giersleben wollte Norbert Lehmann, der momentan nur auf fünf Stammspieler zurückgreifen kann, niemanden nominieren. Anders hingegen sein Gegenüber: Werner Brähmer empfahl Verteidiger Marcel Hätsch, "der alles weggefegt hatte", und Flügelflitzer Mathias Stephan. "Mathias überzeugte mit Lauffreude und war auf der linken Seite sehr agil", erinnerte sich Brähmer. Nebenbei schoss er beide Treffer zum 2:1-Sieg.