Nachdem das Nachholspiel des Schönebecker SC am vergangenen Wochenende abgesagt wurde, sind die Fußball-Landesligisten TSG Calbe und Schönebecker SV ebenfalls zu einem frühen Zeitpunkt im Jahr gefordert. Beide stehen, sofern angepfiffen wird, vor schwierigen Auswärtsaufgaben. Calbe spielt bei der Reserve von Germania Halberstadt, der SSV muss beim MSV Börde bestehen. Beginn ist morgen um 13 Uhr.

Calbe/Schönebeck. "Ich kann das absolut nicht nachvollziehen. Man geht damit an die Physis der Spieler ", übte TSG-Trainer René Kausmann heftige Kritik an den Ansetzungen, die mitten in der eigentlichen Winterpause liegen. "Das ist die Kernzeit", sagte Kausmann, der das Grund- lagentraining für die zweite Saisonhälfte in abgespeckter Form absolvieren musste. Zudem konnte er aufgrund des Hochwassers nicht auf die eigenen Plätze zurückgreifen und wich mit seiner Mannschaft nach Barby und Kleinmühlingen aus. Dennoch ist er froh, dass seine Spieler die Hallen- und Testspielphase, in denen sie gute Ergebnisse erzielten, verletzungsfrei überstanden haben. Lediglich Sascha Bergholz ereilte das Pech im letzten Test gegen Gommern. Er zog sich eine Sprunggelenksverletzung zu und fällt für die morgige Partie aus.

Sein Gegenüber Ingo Vandreike hatte mit ähnlichen Widrigkeiten zu kämpfen, musste aufgrund krankheits- und arbeitsbedingter Ausfälle Einschränkungen in Kauf nehmen. "Unsere Vorbereitung lief sehr schleppend", berichtete Vandreike gegenüber der Volksstimme. Gegen die TSG, die er als unbequemen Gegner einschätzt, fordert er von seiner Mannschaft vor allem Einsatzbereitschaft, um die ersten Punkte des Jahres zu holen. Für dieses Vorhaben kann er auf personelle Verstärkungen aus der ersten Mannschaft zurückgreifen.

Es fehlen: keiner – Sascha Bergholz (verletzt), Benny Blöhm (Aufbautraining), Benjamin Richter (berufsbedingt)

Beim Schönebecker SV bestimmte eine intensive Testphase die vergangene Woche. Den "Charaktertest" mit vier Spielen einschließlich Hallenturnier in vier Tagen hat das Team jedoch unbeschadet überstanden. "Einige konnten auch nach dem letzten Spiel noch lachen", zeigte sich Trainer Marko Fiedler mit Leistung und Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft zufrieden, die zur Belohnung am Montag im Solequell, mit anschließendem Abendessen, entspannen durfte. Weit weniger Freude bereitet ihm allerdings das Wechseltheater um Christopher Birke. Nachdem sich Spieler und Verein bereits einig waren, droht der Wechsel zur U 23 des 1. FC Magdeburg nun doch zu scheitern. Über die Gründe vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. So wird der Mittelfeldspieler wohl auch in der Rückrunde für den SSV auflaufen. Beim gestrigen Training war Birke bereits wieder anwesend und absolvierte das volle Programm, das vorwiegend aus Zweikampf- und Torschusstraining bestand. Insbesondere in der "Zweikampfführung" sah Fiedler beim Test in Thalheim noch Reserven.

Das Börde-Spiel auf Kunstrasen dürfte der Mannschaft jedoch entgegen kommen, da mit Matthias Fischer, Fabian Jahns und Birke drei "Ehemalige" auflaufen, die die Platzverhältnisse noch in guter Erinnerung haben.

Es fehlen: keine Angabe – Andreas Günther (5. Gelbe), Patrick Ebeling (Rotsperre)