Schönebeck (tob/nrc) l Im der abschließenden Partie der Landesliga wollten die Tischtennis-Damen des Schönebecker SV mit einem Sieg gegen die Reserve des SSV Mansfelder Grund/Ahlsdorf die Staffelmeisterschaft endgültig unter Dach und Fach bringen. Zumindest ein Remis musste dazu erreicht werden, doch auch eine knappe Niederlage hätte möglicherweise gereicht. Aber die Damen um Kapitän Britta Langhans ließen keine Eventualitäten zu und erreichten mit einem souveränen 8:2-Sieg das angestrebte Ziel. Ute Kohl und Roswitha Haubt, die in ihren Vergleichen ungeschlagen blieben.

Aufstieg in Verbandsliga wird wohl nicht wahrgenommen

Trotz dieses Erfolgs wird die Mannschaft das Aufstiegsrecht aller Voraussicht nicht wahrnehmen, da die Aussichten auf das Erreichen des Klassenerhaltes in der Verbandsliga ohne Verstärkungen kaum realisierbar sind.

Kohl und Haubt im Einzel nicht zu schlagen

Bereits die Doppel verliefen für die Schönebeckerinnen mit zwei Siegen erfolgreich. Etwas überraschend bezwangen Kohl und Haubt die Ahlsdorfer Spitzenpaarung Schülbe/Zinke, da sie mit ihrer sicheren Spielweise die jungen Mansfelder-innen zu zahlreichen Fehlern verleiteten. Zudem konnten sie im dritten Durchgang einen deutlichen Rückstand noch in einen Sieg verwandeln. Im zweiten Doppel siegten Regina Kretschmar und Langhans, obwohl sie sich gegen Annika und Pia Ziegner schwer taten und im dritten Durchgang erst nach einem energischen Endspurt den 3:0-Erfolg sicherstellten.

Auch im Einzel wirkten die Gastgeberinnen überlegen, obwohl einige Vergleiche umkämpft waren. Zunächst tat sich Kretschmar gegen Anja Zinke bei ihrem 3:1-Sieg schwer, da die Ahlsdorferin sehr sicher auf der Rückhand agierte und auch einige Male mit ihrer Vorhand punkten konnte. Wie schon im Hinspiel wechselten bei Langhans Licht und Schatten gegen den Noppen-Belag von Laura Schülbe. Erneut überzog sie die Rückhand häufig, doch führte sie einige ihre Angriffe kurz und trocken durch. Dadurch erreichte Langhans den Finaldurchgang, indem sie schnell mit 4:0 in Front ging. Dann stockte jedoch der Motor und Schülbe konnte schließlich mit 11:8 noch vorbeiziehen.

Doch Kohl konterte gegen die unsichere Pia Ziegner sofort und wurde bei ihrem lockeren Drei-Satz-Sieg kaum gefordert. In einer zähen Partie musste Haubt die Sätze zwei und drei in der Verlängerung abgeben, doch in den beiden abschließenden Abschnitten agierte sie etwas konstanter als ihre Kontrahentin Annika Ziegner und konnte die Ahlsdorferin nach fünf Durchgängen noch abfangen, was dem SSV eine beruhigende 5:1-Führung bescherte.

Regina Kretschmar tut sich gegen junge Gegnerin schwer

Mit einer erneuten 3:1-Einzelrunde sorgten die Schönebeckerinnen bereits für die Entscheidung. Diese begann allerdings mit einer 2:3-Niederlage von Kretschmar gegen die junge Schülbe, die etwas konstanter und druckvoller mit der Vorhand operierte, nicht optimal. Auch in dieser Partie leistete sich die routinierte SSV-Akteurin zahlreiche Fehler und konnte eine 2:1-Satzführung nicht halten. Britta Langhans hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun, um das sichere Spiel von Zinke zu knacken. Doch in den entscheidenden Phasen wirkte die Schönebeckerin zielstrebiger mit ihrer Rückhand und behielt nervenstark in vier Abschnitten die Oberhand. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen, und mit zwei sicheren 3:0-Erfolgen rundeten die Einheimischen den Matchgewinn ab.

Zunächst dominierte Kohl mit ihrer sicheren Rückhand in der Begegnung mit Annika Ziegner deutlich und wurde lediglich im mit 13:11 gewonnenen dritten Abschnitt etwas gefordert. Auch Roswitha Haubt hatte gegen die überforderte Pia Ziegner keinerlei Probleme und sorgte mit einem 3:0 für den krönenden Abschluss.

Schönebecker SV: Kretschmar (1,5), Langhans (1,5), Kohl (2,5), Haubt (2,5)