Calbe (nrc) l Den Handballern der TSG Calbe steht mit dem Tabellendritten der Mitteldeutschen Oberliga, dem SV Oebisfelde, nicht gerade einen leichte Aufgabe ins Haus. Auch Trainer Peter Weiß schätzt den SVO als harten Brocken ein. "Wir müssen uns über 60 Minuten voll konzentrieren." Die Partie wird heute um 17 Uhr angepfiffen.

Beide Mannschaften stehen sich allerdings in der Defensive kaum in etwas nach. Calbe hat bisher 566 Gegentore kassiert. Zum Vergleich: Oebisfelde liegt bei 561. "Ich denke, das Spiel wird über wohl über die Defensive entschieden", schätzt Weiß ein. In der Offensive steht der Gegner dagegen etwas besser da. "Oebisfelde hat einen starken Rückraum", weiß auch der Coach. "Die Jungs sollen sich deshalb aber nicht hinten reinstellen, sondern müssen die Zweikämpfe suchen." Damit Calbe aber auch im Angriff gegenhalten kann, muss die Chancenverwertung besser gelingen als in den vergangenen Partien. "Die Spieler müssen umsetzten, was im Training gesagt wird und dürfen sich nicht ablenken lassen. Dann haben wir auch eine gute Chance, die Begegnung auf Augenhöhe zu gestalten."

Ein Hinspiel als Vergleich hat der Trainer allerdings nicht, da die TSG damals die Partie verschieben wollte, "denn wir haben keine Mannschaft zusammenbekommen". Doch Oebisfelde lehnte eine Vertagung ab und bekam am Ende die zwei Punkte kampflos.

Deshalb wollen die Calbenser im Rückspiel umso mehr zeigen, was sie können, zumal ein Punktgewinn für die Tabellenplatzierung förderlich wäre. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", so Weiß, "aber wir lassen uns den Druck nicht anmerken. Die Jungs müssen den Kopf frei halten, denn wenn sie verkrampfen, wird der Spielfluss gestört und es schleichen sich Fehler ein. Und die können wir uns gegen diesen Gegner nicht leisten."

Personell kann der Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich auf Lukas Marschall wird Weiß krankheitsbedingt verzichten müssen. Außerdem ist Maximilian Weiß angeschlagen, "aber er wird wohl spielen können. Zumindest wird er dabei sein", erklärt der Trainer. "Ansonsten bin ich froh, dass die meisten Spieler antreten können."