Berlin/Schönebeck (fna). Die spielerische Entwicklung, die der SV Pädagogik Schönebeck in der bisherigen Saison vollzogen hat, spiegelt sich in dem momentanen zweiten Platz in der Volleyball-Regionalliga wider, auf dem die Mannschaften "überwinterte", auf dem es sich so wunderbar leicht trainiert und lebt. Und der soll vor allem in den kommenden drei Partien verteidigt werden. Es sind die Spiele gegen die Mannschaften auf Augenhöhe, gegen die unmittelbaren Konkurrenten um die vorderen Plätze. Heute um 18 Uhr steht mit der SG Rotation Prenzlauer Berg II der erste Kandidat gegenüber, der den Gastgeberinnen das Leben erschweren möchte.

Wenngleich Klaus Helmke, der Trainer der Berliner, mit dem Erreichten bereits sehr zufrieden ist. "Als Aufsteiger habe ich mir gar nicht so viel ausgerechnet", gibt er zu. Mit nur einmal Training pro Woche "haben wir nicht die gleiche Kontinuität wie die Teams, die über uns stehen". Doch der Kader ist mit reichlich erfahrenen Spielerinnen ausgestattet. Und schenken wird er dem SVP sicherlich nichts. "Wir müssen aber realistisch bleiben", betont der 62-Jährige, der zunächst auf Satzgewinne hofft. Schließlich fehlen ihm wichtige Akteure in der momentanen Prüfungszeit. "Die Studenten sind nicht dabei." Dazu zählen beispielsweise Diagonal-Angreiferin Eileen Peternick und Tanja Schneider. Zudem fehlt ihm die zweite Zuspielerin, so dass Trainerin Heike Helmke für alle Fälle auf der Bank platznehmen wird. Es werden also nur sieben, acht Spielerinnen den Weg an die Elbe antreten. "Das soll aber keine Ausrede sein", betont der Trainer.

Die Favoritenrolle hat also der Gastgeber, bei ihm sind alle Spielerinnen an Bord. "Wir wissen, worum es geht", sagt Dennis Raab, der SVP-Coach. Zuletzt schwächelten seine Schützlinge vor allem im ersten Satz, beispielsweise beim TSV Tempelhof-Mariendorf. "Das war eine Einstellungssache." Nun werden sie sich sicherlich anders präsentieren, werden hoch motiviert sein. "Wir haben die Routine dafür, um den Schalter umzulegen." Schließlich haben sie sich auch bei eher durchschnittlichen Auftritten immer wieder gut aus der Affäre gezogen und gewonnen, "auch wenn es nicht schön aussah".

Um einen schönen Auftritt geht es Raab heute ebenfalls nicht. "Die Punkte sind wichtig." Weiter in die Zukunft schaut der Trainer aber nicht. "Es zählt das nächste Spiel." Und in diesem soll eine gute Basis gelegt werden, um eine Woche später gegen den SC Potsdam II diesen Platz zu verteidigen, auf dem es sich so wunderbar leicht lebt.