Naumburg (khu/nrc) l Am 5. und 6. April wird die zentrale Doppelendrunde der Schach-Verbandsliga im Jugend- und Sporthotel Euroville in Naumburg ausgetragen. Die Endrunde verspricht Spannung pur in allen Begegnungen bis zur letzten Partie am Sonntag. An der Spitze kommt es zum Duell des Tabellenführers SV Merseburg gegen Verfolger Naumburger SV. Merseburg liegt derzeit mit einen Punkt vorn und kann mit einem Sieg bereits die Meisterschaft für sich entscheiden. Jedes andere Ergebnis zwischen den beiden ersten Teams wird diese Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagen.

Die TSG Calbe liegt derzeit mit 5:9 Punkten auf Platz acht. Die Gegner in der Endrunde sind der SK Dessau und die SG Aufbau Elbe Magdeburg II, die wie die Rolandstädter fünf Zähler haben. Während die TSG jedoch in dieser Tabellenregion erwarten werden konnte, ist das bisher magere Abschneiden der Dessauer und der Magdeburger überraschend. Dessau zählt nominell zu den stärksten Liga-Teams, errang vor zwei Jahren den Landesmeistertitel, dann aber war im Vorjahr der direkte Abstieg aus der Oberliga nicht zu vermeiden.

Gleiches gilt für Aufbau Elbe Magdeburg II, die im vergangenen Jahr fast den Landesmeistertitel errungen hätten. Erst in letzter Sekunde überholte Germania Köthen die Landeshauptstädter noch und selbst die Meisterschaft erringen.

Da die Gegner der TSG mit ihr punktgleich sind, müssen in jedem Fall zwei Zähler aus beiden Begegnungen herausspringen, will Calbe das Husarenstück aus dem vergangenen Jahr wiederholen. Ob die sieben Punkte dann aber für die Rolandstädter tatsächlich zum Klassenverbleib reichen, kann je nach Ausgang der anderen Begegnungen auch von den erzielten Brettpunkten abhängen. Calbe ist sich der Außenseiterrolle durchaus bewusst, will aber gerade daraus die nötige Kraft für das scheinbar Unmögliche schöpfen.

Während der USV Volksbank Halle III mit acht Punkten auf Platz drei bereits den Klassenerhalt gesichert hat, befinden sich alle anderen Mannschaften ab Platz vier noch im Abstiegskampf. Ganze zwei Punkte trennen aktuell den Vierten, SV Rochade Magdeburg II, vom Tabellenletzten, Volksbank Halle II. Auch wenn sieben Punkte wohl die magische Grenze für den Klassenerhalt bedeuten, kann sich die Magdeburg nicht ausruhen, haben sie doch von allen Teams die wenigsten Brettpunkte.

Fest steht bisher nur, dass es definitiv nur zwei Absteiger geben wird, da aus der Oberliga mit Köthen nur ein Club aus Sachsen-Anhalt nicht die Klasse halten kann. Es wird neben strapazierten Nerven notwendigem Glück auch davon abhängen, ob die Teams ihre besten Acht an die Bretter schicken können.