Schönebeck (fna) l Hennig Stapf war einfach nur sprachlos. Der Trainer der SG Lok Schönebeck musste nach der 21:40 (7:20)-Niederlage gegen die SG Kühnau tief durchatmen. "Wir wussten um die schwere der Aufgabe", betonte der Coach. Schließlich durften die Gäste aufgrund des Erfolg den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga feiern und traten dementsprechend motiviert auf. "Wir wollten befreit aufspielen und dagegenhalten." Doch seine Schützlinge agierten körperlos, unmotiviert und ohne Emotionen. "Schon ab der zehnten Minuten hatten wir uns aufgegeben. Für diesen Auftritt muss man sich bei den Fans entschuldigen."

Schnelles Anhaken und Konzentration auf die nächste Partie wollte Stapf nicht zulassen. Auch gestern wurde der Auftritt nach dem Training erneut ausgewertet, bereits wenige Minuten nach dem Spiel hatte der Coach seine Schützlinge in die Kabine zur Klärung gerufen. "So darf man sich im letzten Heimspiel nicht präsentieren."

Etwas positiver war hingegen die zweite Halbzeit, die Lok "nur" mit 14:20 verloren hatte. "Da hat man wenigstens in Ansätzen etwas gesehen. Aber das Aufbäumen hat gefehlt." Nun erwartet Stapf in den verbleibenden zwei Partien bei der SG Spergau II und beim Tabellenletzten USV Halle die richtige Reaktion. In den Hinspielen führte Lok zweimal hoch, fuhr aber jeweils nicht die beiden Punkte ein (30:35, 42:42).

Lok Schönebeck: Schuster, Niemann, Knörich - Bauer (3), Warschkau (3), Sauerzweig (2/1), Meißner (2), Tomm (1), Schröder (3), Krause (7/3), Herrmann, Meyer, Ernst

Kühnau: Wiese - Bösener (2), Sitle (1), Zimdahl (4), Rieprecht (3), Feix (1), Rathmann (2), Gabbert (10/4), Dauert (1), Reckzeh (3), Schulz (3/1), Nauris (10)

Siebenmeter: Schönebeck 5/4 - Kühnau 7/5; Zeitstrafen: Schönebeck 6 - Kühnau 4; Rot: Torsten Rieprecht (3x2 Minuten, 55:12) -Kühnau-