Kleinmühlingen/Niegripp (fna) l In der Fußball-Landesklasse trifft der TSV Kleinmühlingen/Zens (6.) auf seinen ärgsten Verfolger, die SG Blau-Weiß Niegripp. Beide Teams haben an den letzten Spieltagen für Aufsehen gesorgt, kämpfen aber derzeit mit großen Personalproblemen.

Die Gäste haben die letzten sechs Spiele allesamt für sich entschieden und außerdem noch eine Rechnung mit den Gastgebern offen. Die einzige Heimspielniederlage dieser Saison erfuhr Niegripp gegen Gnadau. "Wir haben zu Hause 2:0 geführt und am Ende 2:4 verloren", erinnert sich Joachim Greisner, Trainer der Blau-Weißen. "Mit den offenen Rechnungen ist es aber so eine Sache. Wer in Zerbst einen Punkt holt, verdient meine Hochachtung. Uns steht ein schweres Spiel bevor", gibt sich der Gästecoach bescheiden. Trotz allen Understatements würde sich Niegripp aber gern für das Ende einer dennoch beachtlichen Heimspielserie bei den Gastgebern revanchieren, kann doch auch der TSV mit einer starken Bilanz aufwarten: Die letzte Niederlage auf heimischem Rasen ist auf den 3. Oktober datiert. Der Gegner hieß damals Zerbst. "Wir haben jetzt zweimal zu Null gespielt und der Punktgewinn aus Zerbst gibt uns obendrein Auftrieb. Zumal wir uns Niegripp vom Hals halten wollen und noch ein wenig nach oben in der Tabelle schielen", so TSV-Trainer Mario Katte. Abgesehen von der offenen Rechnung und den Erfolgen der letzten Spieltage verbindet beide Mannschaften noch etwas: Die Personalsorgen. Während diese bei den Gästen bereits die ganze Saison über chronisch sind, hat es jetzt auch die Heim- elf erwischt. "Es gibt keine Ausreden für uns. Wir spielen zu Hause, also werden wir versuchen, dieses Spiel zu gewinnen", meint Katte, schiebt aber nach: "Beide Teams sind also geschwächt, was das Personal angeht. Niegripp hat trotz aller Sorgen eine gute Serie hingelegt. Das dürfte eine interessante Partie auf Augenhöhe werden."

Es fehlen: Johannes Schliemann, Denny Klepel, Shimon Wolf, Andreas Kirchhoff, Guido Möbius, Dennis Rönz, Holger Götsche, Jens Ulrich; SR: Luis Schneider, Nils Novak, Fabian Grau, Hinspiel: 4:2