Die guten Bedingungen beim MC Schönebeck scheinen sich herumgesprochen zu haben. Mit 155 Startern wartete die Geländefahrt "Rund um den Hummelberg", die gleichzeitig der Auftakt zur Sachsen-Anhalt-Enduro war, mit einem neuen Teilnehmer-Rekord auf.

Schönebeck (hro/fna) l Sie alle durften sich nun regelrecht austoben. Nachdem am Vormittag noch ein kurzer Regenschauer die Strecke quasi durchgespült hatte, "war sie eine halbe Stunde später schon wieder trocken und es haben traumhafte Bedingungen vorgeherrscht", freute sich Guido Lichtenberg, Vorsitzender des gastgebenden MC Schönebeck. Im vergangenen Jahr, zur selben Zeit, "hatten wir zur Veranstaltung eine zum Teil geschlossene Schneedecke". In diesem Jahr bot die Strecke ab der dritten Runde besten Grip.

Er selbst war in der Klasse IV aktiv, bei den Senioren ab 40 Jahren ohne Hubraumbegrenzung. Der Titelverteidiger bei der Sachsen-Anhalt-Enduro (SAE) trumpfte zum Saisonstart sogleich mit einem zweiten Platz auf, er war lediglich knapp acht Sekunden langsamer als der Gewinner, Dirk Mager aus Vetschau. "Ich bin am Limit gefahren. Man muss auch mal akzeptieren, wenn jemand schneller ist", sagte er mit einem Schmunzeln.

Die Freude konnte die Silbermedaille nicht trüben. Schließlich ist Mager nicht in der SAE gemeldet, sodass Lichtenberg sogleich die Spitze übernommen hat. "Ich bin mit dem Auftakt in die Saison zufrieden und habe die Titelverteidigung natürlich im Blick. Es ist immer etwas Ehrgeiz dabei, im Vordergrund steht allerdings der Spaß."

Die Anlage auf dem Hummelberg wurde auf das angrenzende Feld und die Schießsportanlage erweitert, so dass eine komplexe und anspruchsvolle Strecke gemeistert werden musste. "Wir bedanken uns beim Schützenverein und bei der Stadt Schönebeck für die gute Zusammenarbeit sowie bei den vielen Helfern, die mitgewirkt haben", betonte Lichtenberg. Die flüssig zu fahrende Sonderprüfung mit Zeiten von durchschnittlich fünf Minuten verlangte den Fahrern konditionell einiges ab.

Die Helfer hatten zunächst das Gelände in einer Aufräumaktion vorbereitet, dabei unter anderem ganze Badewannen aus dem Wald getragen. Die Vorbereitung der Geländefahrt erforderte unzählige Stunden an Arbeitseinsätzen. Neben der Beseitigung diverser Müllablagerungen wurde an der Stecke gebaut. Für die Mühen in der Vorbereitung wurde der MCS mit viel Lob bedacht, da den Fahrern eine Geländefahrt geboten wurde, die auch diesen Namen verdient.

Die Entscheidungen fielen in der Sonderprüfung. Diese gilt es, schnellstmöglich zu absolvieren. Verletzungsbedingt konnten einige Fahrer des gastgebenden Clubs nicht starten, dennoch konnten die Fahrer vom MC mit wertvollen Zeiten aufwarten. Alexander Hochbaum (Klasse I) erreichte Platz zehn trotz obligatorischen Plattfußes. Henrik Matthes (Klasse II) wurde 13. In der Klasse III erkämpfte Stephan Lichtenberg auf einer 300er KTM, Baujahr 1988, den zweiten Platz.

Der zweite Lauf der Sachsen-Anhalt-Enduro wird am Sonnabend, 19. April, in Alterode ausgetragen.

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