So nah lagen Freud und Leid bei der TSG Calbe zusammen. Während die zweite Frauenmannschaft überschwänglich über den Titelgewinn im Harz-Börde-Pokal jubelte, gab es bei den zweiten Männern tief enttäuschte Gesichter. Sie unterlagen dem HV Ilsenburg.

Glinde l Für die Handballerinnen war es der erste Pokalgewinn seit einigen Jahren, die Männer hätten dagegen mit einem Sieg ihren Titel verteidigt. "Der Pokal war der Höhepunkt der Saison. Die Niederlage ist deshalb ziemlich schmerzlich", fasste Calbes Trainer Wolf-Carsten Richter nach der Partie zusammen.

Pokalfinale der Frauen

TSG Calbe II -

Bernburg 33:24 (15:14)

Die erste Halbzeit der Partie war sehr ausgeglichen. Kein Team setzte sich ab, da beide Seiten technische Fehler produzierten, die der Gegner nutzen konnte. Calbe legte dabei stets vor, Bernburg glich postwendend aus. "Unsere Abwehr stand zu passiv", erklärte Trainerin Marina Sroka. "Außerdem haperte es noch am Zusammenspiel." Dies änderte sich jedoch in Hälfte zwei. Über die Stationen 17:15, 18:15 und 20:17 setzten sich die Saalestädterinnen auf drei Tore ab. Die Deckung packte ordentlich zu und im Angriff war die TSG überlegen, erzielte oft zwei Treffer hintereinander (25:20, 26:20, 27:21, 28:21).

Bernburg war davon offensichtlich überrascht, denn sie steckten zunehmend auf. Am Ende gewann die TSG mit 33:24. "Der Pokalsieg war der Höhepunkt für unsere Zweite. Das Team hat eine tolle Leistung erbracht", lobte Sroka.

Calbe: Wißgott, Mennecke, Baier - Zilke (3), Rust (2), Schmidt (3), Prokop (11/5), Wurbs, Sroka (7), Wenzel (1), Knappe (5), Schreiber (1)

Siebenmeter: Calbe 7/6- Bernburg 8/7; Zeitstrafen: Calbe 5- Bernburg 8

Pokalfinale Männer

HV Ilsenburg -

TSG Calbe II 28:27 (14:15)

Calbes großes Problem über die gesamte Zeit hinweg war die Chancenverwertung. Die Angriffe, die teilweise über gut herausgespielte Konter erfolgten, landeten zu oft am Pfosten. "Es sind einfach zu viele Fehler passiert. Das Team war zu unkonzentriert", haderte Trainer Richter. In der Defensive konnte der Coach seiner Mannschaften dagegen keine Vorwürfe machen. "Die Jungs haben in der Deckung gut zusammengearbeitet."

Aber auch die Ilsenburger konnten eine solide Defensive bieten. Dies zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit. Die gute Deckungsarbeit auf beiden Seiten führte auch zu einigen torarmen Phasen im Spiel. So stand es beispielsweise nach 15 Minuten erst 5:5. Zur Pause führte Calbe dann knapp mit einem Tor Vorsprung (15:14).

In der zweiten Hälfte baute die TSG den Vorsprung zunächst auf zwei oder drei Treffer aus (19:18, 23:21). Dann brach die mangelnde Chancenverwertung den Saalestädtern aber endgültig das Genick. Hinzu kamen drei Rote Karten in den letzten zehn Minuten. Die Ilsenburger konnten das Spiel letztlich mit 28:27 ganz knapp für sich entscheiden. "Wir haben uns wieder bis ins Finale durchgekämpft. Daher ist es umso enttäuschender, dass wir den Titel nicht verteidigten", resümierte Richter

Calbe: Kaiser, Giesemann - Kralik(6), T. Tischler (1), Ritter (1), Weder (2), Lüdersdorf (4/3), Hergel (4), M. Tischler (1), Roost (4), Fahrholz (1), Ulrich (3), Falkenthal, Maynicke

Siebenmeter: Calbe 5/3 - Ilsenburg 5/4; Zeitstrafen: Calbe 3 - Ilsenburg 5, Rot: Maximilian Kralik (59:19, Foulspiel), Thomas Weder (59:39, Fpulspiel), Sebastian Roost (54:41, 3x2 Minuten) - alle Calbe

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