Schönebeck (nrc) l Die lobenden Worte, die Marko Fiedler, Trainer des Schönebecker SV, in der Vorwoche noch für seine Elf übrig hatte, musste er nun wohl zurücknehmen. Bei der 2:4 (1:1)-Niederlage gegen den SV Fortuna Magdeburg in der Fußball-Landesliga "spielten wir eher gegeneinander als miteinander."

Bereits beim Aufwärmen deutete sich eine Konzentrationsschwäche der Schönebecker an, "die sich dann auch im Spiel bemerkbar machte", haderte Fiedler. Vor allem in der Abwehr reagierten die Gastgeber immer wieder einen Tick zu spät. Hinzu kamen teils leichtsinnige Ballverluste. Fortuna bestrafte dies sofort und ging bereits in der neunten Minute durch Tom Kolodziej in Führung.

Dabei zeigte sich doch, dass der Erfolg nicht ausblieb, "wenn wir denn mal Fußball spielten", konstatierte der Trainer. In der 13. Minute erfolgte ein schnelles Kurzpassspiel im Mittelfeld, dessen Endstation SSV-Toptorjäger Denis Neumann war. Dieser ließ sich auch nicht lange bitten und glich zum 1:1 aus. "Genau diese Spielweise wollten wir präsentieren", so Fiedler. "Der Gegner sollte über schnelle Passwege zum Verschieben gezwungen werden." Doch derartige Aktionen blieben in der ersten Hälfte Mangelware.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Auftreten des SSV wenig. In der 55. Minute fiel bereits das 1:2 durch Mike Fleischmann. Die Defensive reagierte einfach nicht schnell genug, sodass Fortuna immer wieder vor das Schönebecker Tor kam und schließlich innerhalb von vier Minuten zweimal traf.

Zumindest im Angriff schien der nun 1:4-Rückstand für mehr Konzentration zu sogen. Der SSV bestürmte das Gäste-Tor, doch er scheiterte im Strafraum an den Gästen und Fortuna-Keeper Kevin Stauch. Den 2:4-Endstand stellte Thomas Hellige in der Schlussminute per Elfmeter her.

SSV: Willner - Kühn, Neumann, Gondeck, Döring (63. Ebeling), Sommer (70. Hellige), Schuller, Palm, Wagner, Pülicher, Kellermann

Tore: 0:1 Tom Kolodziej (9.), 1:1 Denis Neumann (13.). 1:2 Mike Fleischermann (55.), 1:3, 1:4 Isaac Bimenyimana (68., 72.), 2:4 Thomas Hellige (90., FE), SR: Robin Enkelmann, ZS: 76