Schönebeck (fna) l Seit kurzem stand der sportliche Abstieg des SV Pädagogik Schönebeck aus der 3. Liga der Frauen fest. Nun gibt es die nächste Hiobsbotschaft. Aufgrund akuter Personalnot wird die erste Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Damit verbleibt nur die bisherige Reserve als Aufsteiger in die Landesliga im Punktspiel-Wettbewerb.

Zunächst durfte der SVP noch hoffen, dass ein Platz in der 3. Liga frei wird, weil diese aufgestockt werden sollte. Da jedoch auch für eine Hamburger Spielgemeinschaft mit Aurubis die Genehmigung erteilt wurde, stand der Abstieg fest - mit weitreichenden Konsequenzen.

Pädagogik kann nämlich auch den Startplatz in der Regionalliga nicht wahrnehmen, da keine konkurrenzfähige Mannschaft zur Verfügung steht. In einer am vergangenen Freitag einberufenen Teamsitzung "musste diese Entscheidung getroffen werden", erklärte Werner Malchau, der Abteilunsleiter.

In einer Mitteilung auf der Homepage des Vereins wird die personelle Situation detailliert dargestellt: Mit Melanie Polter, Janine Dreher (zeitlich eingeschränkt) und Verena Horrmann haben nur drei Spielerinnen für die Regionalliga zugesagt. Berufliche Verpflichtungen bei Julia Birkenhauer, Karriereende im Leistungsbereich von Steffi Schultze und Nadine Müller sowie eine ungewisse Zukunft von Isabel Arndt, Evelina Viniarskyte (Studienort unbekannt), Sabine Grenzau (Berufsort unbekannt), Ulrike Schemel und Anna Lehrmann (bei beiden ist die berufliche Zukunft ab Ende des Jahres unsicher) haben ebenso wie zwei geplante Neuzugänge aus Halle ihre Spielbereitschaft ausschließlich für die Dritte Liga signalisiert und wollen nicht in der Regionalliga antreten. "Alles in Allem zu wenig, um in der Regionalliga nicht Kanonenfutter zu werden", bedauerte Malchau.