Sie ist gerade mal elf Jahre alt und schon Bezirksmeisterin sowie Vize-Landesmeisterin im Judo. In Kufstein (Österreich) holte sie einen Pokal: Moniek Reinicke vom 1. Judoclub Schönebeck verbindet Selbstverteidigung mit buchstäblich durchschlagendem Erfolg.

Schönebeck l Dabei betreibt Moniek diese Sportart erst seit zweieinhalb Jahren. Zum Judo kam sie, wie wohl die meisten Kinder in ihrem Alter. Meist regen die Eltern das Interesse ihrer Sprösslinge an. "Mein Papa hat vorgeschlagen, doch mal bei einem Schnuppertraining mitzumachen", erinnert sich die Schülerin.

Aus der Schnupperstunde wurde eine Leidenschaft. Inzwischen hat Moniek den gelb-orangenen Gürtel und sich eine gute Balance zwischen Fuß,-Faust- und Wurftechniken erarbeitet. "Meine Lieblingstechnik ist der Schulterwurf Seoi-Otoshi." Diese Technik brauchte der Judoka auch für seine Gurtprüfung.

Für ihren Sport bekommt sie sowohl aus der Familie als auch ihrem Freundeskreis in der Schule Unterstützung und Anerkennung. "Die meisten meiner Freundinnen finden es cool". Moniek erinnert sich allerdings auch an ein Erlebnis, bei dem sich ihre Fähigkeiten ausgezahlt haben. "Ein Junge aus meiner Klassenstufe hat sich über mich lustig gemacht", berichtete sie. "Er wollte mir die Tasche wegnehmen." Dazu kam der Junge aber nicht mehr, denn Moniek wusste sich zur Wehr zu setzen. Ihr Schulkamerad hat danach nie wieder versucht, Moniek das Leben schwer zu machen.

Mit einer Vize-Landesmeisterin legt man sich eben nur einmal an. Dabei war dieser Titel für die Schülerin nicht das absolute Highlight in diesem Jahr. "Ich war so glücklich, dass ich mit nach Kufstein durfte. Denn nur die Besten dürfen mitfahren, ansonsten braucht man ja nicht bei so einem wichtigen Wettkampf anzutreten", erklärte der Judoka selbstbewusst. Moniek ist eben eine Kämpferin, die immer das Maximum geben will.

Dass sie zu den Besten gehört, weiß auch ihr Trainer Kevin Ladebeck: "Sie hat für ihr Alter schon eine sehr gute Kondition. Allerdings kann sie nicht verlieren. Niederlagen enttäuschen sie sehr. Sie muss noch lernen, dass es im Sport nicht immer nur Sieger geben kann."