Salzlandkreis (nrc) l Über die Pfingstfeiertage eine spielfähige Mannschaft zusammen zu bekommen, ist alles andere als leicht. Wenn dann auch noch hochsommerliche Temperaturen hinzu kommen, sind die Aussichten oft noch schlechter. Drei Trainer in der Fußball-Salzlandliga bekamen dies in aller Härte zu spüren - und mussten den Schaden auch noch selbst ausbügeln. Nils Heinemann vom SV Warthe Hakeborn, Dirk Bizuga vom 1. FSV Nienburg und Jürgen Kauws vom SV Wolmirsleben mussten sich selbst das Trikot überstreifen und zeigen, was sie von ihrer aktiven Spielerzeit noch in den Beinen haben.

Am härtestes traf es Bizuga. Er musste die vollen 90 Minuten bei sengender Sonne über den Platz hechten. Der Trainer agierte als letzter Mann. "Die freien Tagen nach der Partie waren für eine Erholung dann auch nötig", gab der Coach lachend zu. Das letzte Mal stand er vor zwei Jahren auf dem Feld. "Aber für die Mannschaft tut man das natürlich." Die Nienburger traten nur mit zwölf Mann gegen Drohndorf/Mehringen an.

Auch Nils Heinemann war von Beginn an auf dem Rasen gegen die TSG Unseburg/Tarthun präsent. Für Heinemann war dies schon ein Kraftakt, ist er doch seit 18 Jahren im Fußball-Geschäft tätig. "Aber ich hatte die Gelegenheit, mich mit einem letzten Einsatz zu verabschieden", freute sich der Coach. Heinemann will nun kürzer treten. Er bleibt zwar weiterhin im Vorstand des SV Warthe Hakeborn, gibt aber den Posten an der Seitenlinie an seinen noch Co-Trainer Marcus Drößler ab. Dessen neuer rechte Hand wird Jens Binnebößel. "Ich bin beruflich sehr eingebunden und habe ja auch noch eine Familie. Alles unter einen Hut zu kriegen, gelingt mir einfach nicht mehr", erklärte Heinemann seine Entscheidung.

Jürgen Kauws vom SV Wolmirsleben musste dagegen nur für die letzten 15 Minuten der zweiten Halbzeit antreten. "Wir haben ja ohnehin mit einer absoluten Rumpftruppe gespielt." Nur zwei Stammspieler waren im Kader des SVW gegen den BSV Eickendorf vertreten. Der Rest setzte sich aus Akteuren der Alten Herren zusammen. "Unsere Besetzung hat sich natürlich auf unser Spiel ausgewirkt. Aber letztlich war das Ergebnis auch in Ordnung. Es ging ja für beide Mannschaften um nichts mehr." Im Sparkassen-Cup trafen beide Teams erneut aufeinander, Wolmirsleben hatte nun aber mehr Stammspieler zur Verfügung.