Die TSG Calbe hat das Testspiel gegen den Regionalligisten am Mittwochabend mit 0:4 (0:3) verloren. Unterm Strich überwiegt aber die Zufriedenheit beim Fußball-Landesligisten.

Calbe l Ja, Christian Harant kann es immer noch, wie er unfreiwillig am Mittwochabend unter Beweis stellte. Der neue Torwarttrainer und langjährige Keeper der TSG fing gekonnt einen Querschläger an der Seitenlinie ab und warf den Ball zurück. Wie er, hatten auch seine Schützlinge Benjamin Richter in der ersten und Neuzugang Sebastian Brandt (1. FSV Nienburg) in der zweiten Hälfte viel zu tun. Vielleicht lag es auch an der Trainingseinheit vor dem Spiel, dass sie sich mehrfach auszeichnen konnten.

Überhaupt war die Abwehrarbeit der Gastgeber gegen den Favoriten, der drei Ligen höher antritt, von viel Laufarbeit und guter Organisation geprägt - ganz nach dem Geschmack vom neuen Trainer Torsten Brinkmann. "Das haben wir wirklich gut gemacht. So lange die Kraft vorhanden war, haben wir defensiv gut gearbeitet. Ich war durchaus überrascht, dass es nach hinten raus so lange gereicht hat. Wir haben kompakt verschoben. Das sah über 90 Minuten ganz gut aus."

Die ersten Anzeichen der Handschrift vom Neuzugang an der Seitenlinie sind also schon zu erkennen. "Ich arbeite schon seit sechs Wochen außerhalb des Sportplatzes, mit der Vorbereitung haben wir vor zehn Tagen begonnen. Ich konnte mir inzwischen den ersten Eindruck verschaffen. Vom aktuellen Kader bin ich aber positiv überzeugt. Von der Qualität her haben wir eine gute Truppe zusammen. In der Breite fehlt noch ein bisschen. Die Personalplanungen sind aber noch nicht abgeschlossen."

Auch von der Arbeit der Verantwortlichen ist Brinkmann begeistert: "Das Umfeld ist überragend. Der Vorstand steht komplett hinter meiner Philosophie. Die Mannschaft hat das gut aufgezogen, was nach dem dritten Testspiel bereits deutlich wird. Vor allem im Defensivbereich haben wir dazugelernt. Die starken Gegner wie Askania Bernburg zu Beginn haben wir bewusst gewählt, waren defensiv sehr gefordert."

Auf ein bestimmtes System hat sich Brinkmann indes noch nicht festgelegt. Die Aufstellungen variierten zwischen 4-3-2-1, 4-3-3 und am Mittwoch gegen Magdeburg einem 4-1-4-1. "Ich habe für die Abwehr einige Dinge ausprobiert, das hat schon gut funktioniert."

Dass sich die TSG nun über 90 Minuten keine Torchance erarbeiten konnte, war für den Coach kein Problem. "Wir wollten mit Doppelpässen über die schnellen August Schultz und Kai Rathsack in die Tiefe kommen. Das ist uns nicht ganz so gelungen. Die wenigen Aktionen, die wir hatten, hätten wir vielleicht noch etwas besser ausspielen können, aber da waren wir zu überhastet. Vielleicht war der Respekt in den Köpfen doch etwas zu groß."

In den kommenden Testspielen werden sich die Saalestädter mehr auf die Offensive konzentrieren. Bereits morgen steht ab 15 Uhr die Partie gegen den Landesklasse-Vertreter TSV Mosigkau auf dem Programm, am Mittwoch die bei Kleinmühlingen/Zens. Es folgt der Sparkassencup.

TSG Calbe: Richter (46. Brandt) - Voigt, Zapke, Würlich, Noack, Rathsack, Fiser, Bergholz, Schultz, Schröder, Adrian (Sandau, F. Schmidt, Kober)

SR: Sirko Müke (Schönebeck), ZS: 553

   

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