Kurz vor der Sommerpause stand für die Kanuten noch ein Höhepunkt auf dem Plan - die Landesmeisterschaft über die Kurz- und Mittelstrecke. Mit gut 350 Teilnehmern aus 23 Vereinen war es wieder einmal eine gut besuchte Regatta. Die TSG Calbe stellte dabei mit 26 Sportlern die viertgrößte Mannschaft.

Friedersdorf (clö/fna) l Die Erwartungen des Calbenser Teams waren eher gemischt. Schließlich waren in diesem Halbjahr die Ergebnisse der Calbenser gut - aber nicht hervorragend. Die Schüler C (Jahrgang 2005) fahren bei diesem Wettkampf auch nur die 200 Meter-Strecke. Hier erpaddelte sich Paul Schöbel im K I eine Bronzemedaille und im K II reichte es sogar für den Vizelandesmeister.

In den Rennen der Schüler B gab es insgesamt in den drei Jahrgängen (2004 bis 2002) gleich sieben Finalteilnehmer, von denen es Hannes Kuntze im Jahrgang 2002 auf den Bronzerang und Ole Stüwe im Jahrgang 2003 sogar auf den Silberrang schafften. Jedoch fuhren auch drei Calbenser Schüler B-Boote auf den undankbaren vierten Platz. Dieses Pech wurde aber am Sonntagnachmittag mit dem Sieg des K IV Gehrmann-Kuntze-Schöbel-Stüwe wieder mehr als ausgeglichen.

Im weiblichen Bereich dieser Altersklasse paddeln in Calbe nur zwei Mädchen. Ihre Ergebnisse sind aber wenigstens genauso gut wie die der Jungen: Linda Rosteck konnte ihre Erfolgsserie auch auf der Mittelstrecke fortsetzen und wurde Landesmeister im K I über 500 Meter, zusammen mit Alice Wendtland fischte sie sich zudem eine Bronzemedaille im K II aus dem Muldestausee.

Im Schüler A-Bereich waren es wieder die "üblichen Verdächtigen", deren Namen bei der Siegerehrung genannt wurden: Tim Germann erkämpfte sich einen hervorragenden dritten Platz im K I des Jahrgangs 2001 und Josephin Bergmann beherrschte die Konkurrenz bei den Mädchen Jahrgang 2000 - Landesmeistertitel für sie. Beide fahren in diesem Jahr für das Kanu-Team Sachsen-Anhalt und hoffen, im August bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg ein Wörtchen mitzureden.

In der Jugend haben die Sportler neben den 500 Metern auch noch die Strecke von 1000 Metern zu absolvieren. Für den K II Nitsche-Mohn war das ein Glück: Während die beiden über die 500 Meter mit Platz vier knapp an einem Platz auf dem Treppchen vorbei geschrammt sind, erkämpften sie sich über die längere Distanz Rang drei. Im K IV legten sie eine Kohle drauf und wurden in der Besetzung Mohn-Nitsche-Berner-Sandau Zweite.

Alles in allem gute Ergebnisse der TSG, die aber zum Teil noch ausbaufähig sind. Dafür war die Stimmung trotz des mäßigen Wetters bestens. "Das verdanken wir der Betreuung der mitfahrenden Eltern, aber auch der Unterhaltung der paddelwütigen Papas, die am Abend mit ihren vielen Paddelversuchen eventuell in die Geschichte als "Legende von Friedersdorf" eingehen werden", berichtete Christel Löbert.

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