Nun steht der Gewinner des Wanderpokals beim 22. Cosic/Industriebau-Cup fest: Die Reserve des SV Fortuna Magdeburg. Die Landeshauptstädter siegten zum ersten Mal und das auch noch ohne Niederlage. Der Gastgeber ZLG Atzendorf reihte sich dahinter auf Rang zwei ein, nachdem das Team den VfB Glöthe ungefährdet mit 9:0 (4:0) besiegte.

Atzendorf l Der VfB wurde Vierter. Platz drei ging an den BSV Eickendorf, der mit 1:4 dem SV Fortuna II unterlag. Nachdem sich der BSV mit einem Unentschieden und einem Sieg auf guten Kurs zum zweiten Platz befand, bekam die Elf von Marco Schmoldt gegen die Reserve des SV Fortuna Magdeburg (Landesklasse) nun einen Dämpfer verpasst. Hatte sich der "Gastgeber" aus der Salzlandliga gegen die ZLG Atzendorf (ebenfalls Landesklasse) noch mit einem 1:1 (0:1) behaupten können, fehlten wohl gegen die Magdeburger letztlich die Kräfte. Der SV Fortuna II entschied die Partie am Ende deutlich für sich.

Die ZLG startete mit einer Niederlage und einem Unentschieden. Wurde Atzendorf gegen Magdeburg noch sein Nachholbedarf aufgezeigt und verkaufte sich die Elf von Steffen Grohe und Fabian Wenzel gegen Eickendorf auch nicht auf bestem Niveau, überzeugte das Team dann umso mehr gegen Glöthe. "Eigentlich war es ein Trainingsspiel", schätzte Grohe ein.

Das war durchaus berechtigt, denn Atzendorf war zu keiner Zeit ernsthaft gefordert. Der Kreisligist lief Ball und Gegner hinterher, konnte nur in den ersten 15 Minuten der Partie mithalten. Hier gab es auch die meisten Zweikämpfe. Aber spätestens nach der 30 Minute, als es bereits 3:0 für die ZLG stand, merkte man dem VfB an, dass sie wussten, dass es hier keinen Sieg zu holen gab. Atzendorf hatte viel Platz und am Ende wurde es fast schon ein Torschusstraining auf den Kasten von Christian Fischer. Neunmal musste der Glöther Keeper hinter sich greifen. Für den VfB war es die höchste Niederlage des Turniers.

Dabei hatte sich das Team von Mark Behne nicht schlecht geschlagen. Letztlich machte sich jedoch der Klassenunterschied in allen Partien bemerkbar, spielte Glöthe doch als Kreisligist in der niedrigsten Liga der am Cosic-Cup teilnehmenden Mannschaften. Dennoch dürfte es bitter für den VfB sein, keinen Treffer in seinen Partien erzielt zu haben.

Atzendorf konnte dagegen aufgrund der großen Trefferzahl am BSV vorbeiziehen und Platz zwei im eigenen Cup erreichen. Nach dem Turnier wurden die Urkunden und der Pokal überreicht. ZLG-Abteilungsleiter Günther Döbbel lobte das Engagement der Teams und hob die große Fairness während des Turniers heraus.

Die Pokalübergabe war allerdings nicht das einzige Highlight am letzten Tag des Wettbewerbs. Bevor die Partie der ZLG gegen den SV Fortuna II begann, nutzte der Verein die Möglichkeit, sich besonders herzlich von Bernhard Knoll, dem langjährigen Trainer der Atzendorfer, zu verabschieden. Als kleinen Scherz klebten sich Spieler und Betreuerstab schwarze Schnauzer ins Gesicht, als Homage an Knolls eigenen Bart. "Inzwischen ist er aber schon grau. Hättet ihr etwas gesagt, hätte ich ihn vorher gefärbt", scherzte der scheidende Coach, er war aber sichtlich gerührt von dieser Verabschiedung.

Endtabelle

1. SV Furtuna Magdeburg 10:09

2. ZLG Atzendorf 10:3 4

3. BSV Eickendorf 3:5 4

4. VfB Glöthe 0:17 0

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