Gleich zwei Teams der Fußball-Landesklasse blieben bei Salzlandligisten auf der Strecke und auch Bernburg II hatte es in Felgeleben schwerer als es das Endergebnis ausdrückt. Während die Partie von Wacker noch aus dem Achtelfinale nachgeholt wurde, haben Rathmannsdorf und Winningen mit ihren Siegen bereits das Halbfinale erreicht. Mit dem erneut ausgefallenen Spiel in Gnadau (gegen Schackstedt) hängt das Achtelfinale immer noch und so hat Kleinmühlingen/Zens noch keinen Gegner. Hingegen empfängt Salzlandliga-Primus Biere am Wochenende zum Viertelfinale Askania Bernburg II.

Salzlandkreis (hla). Mit einer überzeugenden zweiten Hälfte kam Winningen wohl völlig verdient in die nächste Runde. Rathmannsdorf warf erneut ein höherklassiges Team aus dem Wettbewerb. Dabei war sicherlich beim Entscheidungsschießen etwas Glück im Spiel. Aber vorher war die Leistung des SVR einfach eine Frage des Willens, denn fußballerisch hatte der SV 08 Baalberge sicherlich mehr zu bieten. Erneut kamen der Pokal und seine eigenen Gesetze zum Tragen, doch von solchen Geschichten lebt der Wettbewerb schon seit Generationen.

Eintracht Winningen –

Rot-Weiß Alsleben 2:1 (0:0)

Sofort entwickelte sich eine flotte und abwechslungsreiche Partie, jedoch meist nur zwischen den Strafräumen, da sich die Akteure doch erst einmal mit den Bodenverhältnissen vertraut machen mussten. So hatten die gut organisierten Abwehrreihen beider Mannschaften immer wieder die Möglichkeit zu klären. Jedes Team hatte bis zur Pause eine Chance zur Führung. Nach dem Wechsel kam der Gastgeber besser ins Spiel, verschaffte sich damit recht schnell eine Feldüberlegenheit und erste Möglichkeiten. Der Gast war vom Eintracht-Tempo überrascht. Jedoch gelang den Rot-Weißen nach Eckstoß und Torwartfehler die Führung. Dieser Gegentreffer stachelte die Einheimischen noch mehr an. Recht schnell gelang dann völlig verdient der Ausgleich. Der Gastgeber bestimmte weiter den Verlauf, erarbeitete sich viele Chancen, vergab sie aber oft kläglich und überhastet (Bilsing). Mit geschicktem Konterfußball verschaffte sich der Gast Torraumszenen. Dabei war jedoch Eintracht-Keeper Köhn stets Sieger und hielt sein Team im Geschehen. Jedoch hielt der Gastgeber das Tempo weiter hoch, nutzte Schnelligkeitsvorteile und starkes Zweikampfverhalten zur Überlegenheit. So entspricht das Endergebnis wohl den Spielverhältnissen und Winningen erlebte einen Start nach Maß in das Jahr 2011.

Tore: 0:1 Markus Rückriehm (52.), 1:1 Veliko Paul (58.), 2:1 Jens Bilsing (83.); SR: Hunker (Barby); SRA: Butscheck (Pömmelte)-J. Walke (Kleinmühlingen), ZS: 107

SV Rathmannsdorf –

SV 08 Baalberge 7:5 n. E. (1:0, 2:2, 3:3)

Die Besucher erlebten ein typisches Pokalspiel bis zum Ende, allerdings für den Gastgeber mit einem versüßten Erfolg. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatte der SVR optisch mehr vom Geschehen, jedoch waren über weite Strecken stabile Abwehrreihen Herr der Szenen. Auf dem glatten und gefrorenen Geläuf hatten es die Angreifer schwer, den Ball zu kontrollieren. Da hatten es die Abwehrspieler immer einfacher in den Zweikämpfen. So war das SVR-Führungstor einer der wenige Höhepunkte in Hälfte eins und nicht verwunderlich nach einem Standard.

Nach Wiederanpfiff drehte der Gast dann aber auf und erhöhte das Tempo. Das Geschehen verlagerte sich über weite Strecken in die SVR-Hälfte. Doch mit hohem kämpferischen Aufwand konnten die Gastgeber immer wieder klären, hatten aber auch oft das Glück auf ihrer Seite. Jedoch sündigte der SV 08 auch bei der Verwertung seiner Chancen. Der Gastgeber gab sich aber nie auf, wurde auch durch die schlechte Chancennutzung der Gäste im Spiel gehalten. Kam so in der Nachspielzeit noch glücklich zum Ausgleich. Rettete sich so in die Verlängerung.

Diese sah dann weiter einen deutlich überlegenen Gast, jedoch weiter mit riesiger Fehlerquote vor dem Tor der Gastgeber. Zahlreiche SVR-Spieler waren teilweise stehend K. o., doch es wurde immer gekämpft. Auch in den 12 Minuten in Unterzahl nach Ampelkarte. Erneut schaffte Rathmannsdorf per "Elfer" den Ausgleich und rette sich mit viel Glück und Unvermögen der Gästeangreifer ins Entscheidungsschießen.

In diesem hatte der Gastgeber dann die besseren Nerven mit vier Treffern, während vom höherklassigen Landesligateam nur zwei Akteure trafen.

Tore: 1:0 Thomas Keye (FE, 41.), 1:1 Benjamin Pannkrat (51.), 1:2 Thomas Schütze (70.), 2:2 Christian Nikodym (90+1), 2:3 Thomas Schütze (95.), 3:3 Marcel Menzel (FE, 107); SR: Skorsetz (Biere), SRA: Durdel (Wespen)-M. Schulz (Güsten), ZS: 75, Gelb-Rot: Mathias Görke (Rathmannsdorf, 105.), Sebastian Pornemann (Baalberge, 117.)

Wacker Felgeleben –

Ask. Bernburg II 0:3 (0:1)

Die faire Partie war über weite Strecken ein offener Schlagabtausch und im Feldspiel war nur selten ein Zwei-Klassen-Unterschied zu sehen. Da beide Mannschaften technisch gut beschlagen waren, kamen sie mit den nicht immer einfachen Bodenverhältnissen gut zurecht. Erste Chancen hatte der Gastgeber, er war aber nicht clever genug vorm Tor der Kreisstädter. Nach dem Führungstor der Askania-Reserve übernahm der Gast sichtlich die Kontrolle. Er ließ den Gastgeber kommen und verschaffte sich, vor allem nach der Pause, immer mehr Freiräume im Vorwärtsgang. Askania war zudem bei der Chancennutzung cleverer. Dies machte letztlich den Klassenunterschied aus. Zwar gab sich die Wacker-Elf nie auf, konnte aber am verdienten Gästesieg nichts ändern.

Tore: 0:1 Christoph Vatthauer (26.), 0:2 Rene Schachner (53.), 0:3 Tobias Donath (70.); SR: Meiners (Groß Börnecke), SRA; O. Schulz (Schadeleben)-Siebert (Wilsleben), ZS: 53