Wenn einen Verein etwas auszeichnen sollte, dann ist es Zusammenhalt. Und genau das demonstrierte der SV Wacker Felgeleben bei seinem jährlichen Sportfest. Dieses wird ausgerichtet, um Mannschaften aus Schönebeck und Umgebung eine weitere Vorbereitungsmöglichkeit zu geben und um den Verein nach außen zu präsentieren.

Felgeleben l Nur einen Wermutstropfen gab es. Das Fußball-Turnier, das ursprünglich für fünf Mannschaften ausgelegt war, musste mit nur drei Teams auskommen. Die Reserve des Schönebecker SV sowie die erste und zweite Mannschaft des SVW traten an, eigentlich hätten noch der SV Beyendorf und die zweite Mannschaft des Schönebecker SC teilnehmen sollen. "Beyendorf hat leider abgesagt und der SSC hat ja nun keine zweite Mannschaft mehr", bedauerte Samir Jeromin, neuer Vorsitzender der Felgelebener. Da der SSC die komplette zweite Mannschaft in die erste hochgezogen hatte, musste der Verein die Reserve abmelden.

Aber auch mit drei Mannschaften konnte ein erfolgreiches Turnier bestritten werden. Dabei ging es, obwohl als Testspiel gedacht, teilweise wie in einem Punktspiel zu. Das ging nicht für alle gut aus. Robin Bittkau vom SSV II zog sich eine Verletzung am Knie zu. "Es war ein unglücklicher Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter", erklärte Jeromin. "Wir wünschen ihm natürlich eine schnelle Genesung". Den Turniersieg sicherte sich schließlich Felgelebens Erste vor dem SSV II und der eigenen Reserve. Neben der besten Mannschaft wurde auch eine Auszeichnung für den besten Torwart, Torschützen und Spieler vergeben. Mit fünf Treffern durfte sich Martin Glaser (SVW I) als bester Torschütze bejubeln lassen, bester Keeper wurde Kevin Vogt vom SSV II und bester Spieler Kai Eichstedt vom SVW II. Somit gab es im Grunde eigntlich keine Verlierer in diesem Wettbewerb.

Das Turnier war der Höhepunkt des Sportfestes und da so eine Veranstaltung ja für alles Altersklassen etwas bietet, war natürlich auch die ältere Generation gefragt. So fand am Vormittag bereits eine Partie zwischen den Alten Herren des SVW und einer Schönebecker Freitzeitmannschaft statt. Die Gastgeber siegten mit 4:3. "Ursprünglich war das Spiel der Alten Herren als letztes geplant. Aber da sich die Spieler in den letzten Jahren darüber beklagten, dass sie so lange warten mussten, bis sie das Fest auch richtig genießen konnten, haben wir die Partie nun vorgezogen", verriet Jeromin lachend.

Die Gäste konnten aber nicht nur den Fußballern auf dem Rasen zuschauen, sondern sich auch selbst im Kicken versuchen und gegen die Profis im Elfmeterschießen antreten. Sieger wurde allerdings Wackers Martin Glaser.

Neben dem Sportlichen ging es auch im Vereinsarbeit, vor allem um die Stabilisierung der Finanzen. Mit dem Erlös einer Tombola sowie Spenden will Felgeleben etwas Geld für einen neuen Rasentraktor sammeln, damit der Fußballplatz auch weiterhin gepflegt werden kann. "Unser alter Traktor fällt schon so gut wie auseinander", erklärte der Vorsitzende. Der Hauptpreis der Tombola war die Nutzung eines Skoda Rapid Spaceback für ein Wochenende, gesponsert vom Autohaus Gommern und dem Rothenseer Autohaus.

"Unser Zusammenhalt besteht aber nicht nur darin, dass wir uns gemeinsam um Sponsoren kümmern. Dass wir jedes Jahr einen reibungslosen Ablauf des Sportfestes gewährleisten können, haben wir unsere vielen freiwilligen Helfern zu verdanken", betonte der Vorsitzende.

Ergebnisse des Turniers

SSV II - Wacker II2:1

Wacker II - Wacker I2:2

Wacker I - SSV II3:0

Tabelle

1. SV Wacker Felgeleben I5:24

2. Schönebecker SV II2:13

SV Wacker II3:11