Botsalsee (nrc) l Wenn man in die Gesichter von Verena Horrmann und Thora Bauer am vergangenen Sonntag geschaut hätte, wäre man davon ausgegangen, dass sie im Finale einer Weltmeisterschaft stehen. Tatsächlich ging es um den dritten Platz bei der Deutschen Beach-Meisterschaft der U 18.

Die Volleyballerinnen vom SV Pädagogik Schönebeck und hallebeach hatten ein aufregendes, aber sehr erfolgreiches Turnier hinter sich. Bis zum Einzug ins Halbfinale sah es sogar so aus, als könnten sie den Titel mitnehmen. Horrmann und Bauer waren bis zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagen und hatten ihre Partien recht deutlich mit 2:1 oder 2:0 für sich entschieden. "Wir harmonieren gut miteinander", so Horrmann. Die Stärke des Duos kommt daher, "dass wir uns ergänzen. Wir sind beide Kämpferinnen, haben jede Menge Spaß am Volleyball und teilen uns die Aufgaben im Block und Angriff auf."

Im Halbfinale standen beide dann den späteren Siegern Annie Cesar (TB Bad Krozinger) und Leonie Klinke (SV Beiertheim) gegenüber. "Die beiden waren schon ziemlich gut", erkannte Horrmann an. Mit 17:19 wurde der erste Satz noch knapp verloren, aber als im zweiten ein 9:15 zu Buche stand, mussten Horrmann und Bauer den Gegnerinnen zu einem verdienten Sieg gratulieren.

Es ging also in den Kampf um Bronze. Hier traf das Duo auf alte Bekannte. Die Paarung Harbing/Schmitz war bereits der Kontrahent um den Einzug ins Halbfinale gewesen. In dieser Begegnung stand ein deutliches 2:0 zu Buche. "Wir wussten aber, dass es nicht noch einmal so einfach wird."

Und damit sollte die Schönebeckerin recht behalten. "Das Spiel um Platz drei war für mich das spannendste des Turniers. Das war schon ziemlich nervenaufreibend." Der erste Satz ging an Harbing/Schmitz, im zweiten holten Horrmann/Bauer auf. Der dritte Durchgang musste nun entscheiden. Mit 15:12 endete die Partie knapp, aber verdient für die Schönebeckerin und ihre Partnerin aus Halle. "Wir waren sehr glücklich, denn es war schon eine kleine Überraschung."