Salzlandkreis (nrc) l Während die meisten Vereine ihrer Partie im Fußball-Salzlandpokal mit Spannung entgegenfiebern, sieht der SV Wacker Felgeleben dagegen alles andere als optimistisch auf seine Begegnung mit dem 1. FSV Nienburg. Der Anstoß erfolgt heute um 15 Uhr.

Thoralf Voß sieht jedoch nicht aufgrund des Gegners mit düsterem Blick der Partie entgegen. Denn beide Mannschaften spielen in der Salzlandliga, sodass der Pokal eigentlich die beste Testmöglichkeit für den Ligabetrieb wäre. "Aber wir haben einen derartigen personellen Aderlass, dass es morgen für uns eine ganz schwere Kiste wird", so der Trainer ernst.

Wacker muss auf fast seinen gesamten Kader verzichten. Die Spieler sind entweder verletzt, krank oder beruflich beziehungsweise privat verhindert. Schweren Herzens musste sich der Verein dafür entscheiden, die Kreispokal-Partie ihrer eigenen Reserve abzusagen und die Spieler in die erste Mannschaft zu holen. "Wir wissen, dass wir nicht auf Augenhöhe mit Nienburg stehen, aber wir wollen uns auch nicht kampflos ergeben", betont Voß.

Für das erste Saisonspiel der Felgelebener gegen den Aufsteiger MTV Welsleben am kommenden Sonntag rechnet der Coach allerdings mit genug Spielern. "Diejenigen, die privat oder beruflich verhindert sind, sollten eigentlich wieder da sein und auch die Spieler, die krank sind, werden dann wohl wieder fit sein."

Derartige Personalsorgen plagen Ingo Töpfer, Trainer des TSV Blau-Weiß Eggersdorf nicht. Seine Elf, in der abgelaufenen Saison als Meister der Kreiklasse-Staffel III in die Kreisliga Nord aufgestiegen, trifft in ihrem Pokalspiel ebenfalls auf einen ligainternen Konkurrenten: die Reserve des SV 09 Staßfurt.

Die Bodestädter sind ebenfalls als Sieger der Kreisklasse, Staffel II, eine Liga aufgerückt, "sodass wir schon mal testen können, wo wir stehen." Die Partie beginnt heute um 15 Uhr.

Der Gegner ist unbekannt und "wir wissen nicht, inwiefern sich Staßfurt mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärken wird." Eggersdorf konzentriert sich also ausschließlich auf sich selbst. "Wir wollen eine Runde weiterkommen", so Töpfer. "Aber wir messen dem Pokal keine allzugroße Bedeutung zu. Für uns steht an erster Stelle, dass wir einen vernünftigen Tabellenplatz in der neuen Liga belegen."