Henning Stapf, Trainer der SG Lok Schönebeck, staunte nicht schlecht, erkannte er seine Sieben kaum wieder. Beim Günter-Schmidt-Gedächtnis-Turnier in Wolmirsleben, ausgerichtet vom SV Germania Borne, fegten die Elbestädter scheinbar völlig unbeschwert über die Platte, mussten nur eine Niederlage einstecken und eroberten sich Platz zwei.

Wolmirsleben l "Gerade die Partien gegen Borne und den HV Rot-Weiss Staßfurt II hatten bei uns einen hohen Stellenwert", erklärte der Coach. Beide Spiele entschied Lok nach 2x10 Minuten für sich. Der Erfolg gegen Bornes Erste stach dabei besonders heraus. "Da haben sowohl wir als auch die Zuschauer große Augen bekommen", als Lok nach der ersten Hälfte mit 4:0 vorne lag. Borne spielt bekanntlich in der Sachsen-Anhalt-Liga, hatte aber aufgrund von Abgängen einige Baustellen im Team, sodass der einzige SVG-Treffer der Partie, die mit 9:1 endete, ein Siebenmeter war.

Besonderes Lob holte sich daher auch Lok-Keeper Robert Knörich ab. "Er war verdammt stark im Tor", erkannte Stapf an. Er war auch ein wichtiger Rückhalt gegen Staßfurts Reserve, verteilte die gehaltenen Bälle für schnelle Gegenstöße. Stand es nach den ersten zehn Minuten noch 7:7, "spielten sich die Jungs in der zweiten Hälfte in einen wahren Rausch". 14:11 lautete das Endergebnis.

Gegen Bornes Reserve "durften die Mannschaft dann auch mal Spaß haben und musste nicht mehr so verbissen auftreten". Immerhin stand das Turnier unter einem freizeitlichen und freundschaftlichen Charakter.

Der Sieger, der SV Langenweddingen, erhielt als Preis einen Wanderpokal. Der SVL war auch das Team, das Lok zeigte, "wo wir noch Nachholbedarf haben". Mit 10:14 (5:7) brachte die Mannschaft den Elbestädter die einzige Niederlage des Wettbewerbs bei. Stapf wusste aber, woran es lag. "In der Deckung hapert es noch an der Abstimmung. Entweder stehen wir komplett zu passiv oder treten zu früh heraus, sodass es große Lücken gibt. In der Offensive fehlt es vor allem dem Rückraum an Gefühl. Hier erfolgen die Abschlüsse teilweise noch zu spät." Woran es allerdings nichts auszusetzen gab, war der Teamgeist. "Das hat man vor allem im Spiel gegen Staßfurt II gemerkt. Beim Gegner wirkte es dagegen eher so, als steht irgendwie jeder für sich."

Lok Schönebeck: Knörich - Roost, Warschkau, Meißner, Meier, Kazmierowski, Schröder, Bauer, Tomm, Prokop, Sauerzweig

Tabelle

@LeoSpo_HB-TT_Tab_Std:1. SV Langenweddingen8

2. Lok Schönebeck6

3. HV RW Staßfurt II3

4. Germania Borne 2

5. Germania Borne II1