Für die C-Junioren der TSG Calbe wird sich in dieser Saison einiges ändern. Nicht nur, dass die Nachwuchs-Fußballer eine Altersklasse aufsteigen, sie müssen sich auch an ein größeres Feld und die damit verbundenen neuen Regeln gewöhnen.

Calbe l "Im Prinzip fangen wir wieder von vorne an", schätzt Trainer Gerald Beinhoff, der die Mannschaft im Oktober 2013 übernahm, ein. Seine Schützlinge müssen erst einmal an die Großfeldregeln herangeführt werden. "Es gibt außerdem mehr Spieler, so dass wir auch ein neues System haben." Beinhoff will mit einer Viererkette anfangen, "richten unsere Taktik aber nach dem Gegner".

Der Kader der C-Junioren hat sich im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert. Nur David Menzel-Lehmann verließ die Mannschaft, da er das Alter für die B-Jugend erreicht hat. Die jungen Saalestädter sind eine bunte Mischung aus "alten Hasen" und Neulingen, die erst seit einem Jahr aktiv Fußball spielen. Dass das Konzept nicht richtig aufging, erlebte Calbe in der Spielzeit 2013/14. In der Kreisklasse, Staffel Nord, belegte das Team den letzten Platz.

In dieser Saison wollen die Saalestädter angreifen. Die Trainingseinheit gestaltete Beinhoff auch ganz nach den neuen Spielbedingungen. Dies hieß in erster Linie: Kondition. "Wir haben mit dem Hegerstadion auch eine gute Übungsfläche."

So ließ der Trainer seine Schützlinge zum Beispiel 3x400 Meter laufen, die unter drei Minuten absolviert werden mussten. Beinhoff ist ein strenger Trainer. "Autorität ist in diesem Alter sehr wichtig", betont Claudia Weimar, Managerin der Mannschaft. "Der letzte Trainer war noch recht jung und ein bisschen überfordert mit den Jungs." Beinhoff bringt dagegen schon Erfahrung mit, unterstützt er doch als Co-Trainer die TSG Calbe III. 13 Spieler von elf bis 13 Jahren zählen die C-Junioren. Unter ihnen sind auch Martin Kruse und Eric Bullmann. Martin agiert im Mittelfeld und spielt seit eineinhalb Jahren für die TSG. Im Verein ist er allerdings schon sehr viel länger. "Angefangen habe ich bei den Kanuten, dann ging ich zu den Leichtathleten." Dass er erst mit zwölf zum Fußball kam, hat "familiäre Gründe. Meine Mutter hatte Angst, dass ich mich so oft verletzen könnte, wie mein Vater." Martin würde später gern als Profi spielen, so wie sein Vorbild, Bayern-Topstar Thomas Müller. "Er ist einfach ein klasse Fußballer."

Einem anderen zollt dagegen Erik Tribut: "Für mich ist Marco Reus der Beste." Der Zwölfjährige ist leidenschaftlicher BVB-Fan. Mit seiner Position in der Defensive ist Erik allerdings nicht ganz zufrieden. "Ich würde lieber im Mittelfeld spielen, da kann man mehr nach vorn gehen." "In dem Alter wollen die Jungs am liebsten nur Tore schießen", weiß Beinhoff. Dass das aber nun mal nicht geht, erklärt er häufig im Training. Während der Einheiten konzentriert er sich vor allem auf die Ballführung-und Annahme. So müssen die Kicker in einer bestimmten Zeit den Ball im Slalom um ein paar Stangen führen.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, wenigstens Platz zehn zu erreichen", verrät Beinhoff. Darüber hinaus, "kann man noch keine Erwartungen stellen. Wir müssen beobachten, wie sich die Mannschaft in den ersten Spielen entwickelt." Damit der Start auch optisch gelingt, wurde dem Team im Rahmen der Traumtrikotaktion 2014 der Volksstimme und der Firma Fielmann ein Satz neuer Trikots überreicht.

 

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