Am kommenden Sonntag wird im Rahmen des Bollenfestes in Calbe auch der 20. Bollenlauf ausgetragen. Anlässlich des Jubiläums haben sich die Veranstalter auch etwas Besonderes einfallen lassen.

Calbe l Es gehört zum besonderen Flair dieser Veranstaltung, die gleichzeitig ein Wertungslauf im Solvay-Cup ist, dass die Organisatoren bis 30 Minuten vor dem Start nicht wissen, wie viele Teilnehmer sie nun eigentlich begrüßen dürfen. Denn bis 9.45 Uhr dürfen sich Kurzentschlossene und "Alte Hasen" am Sonntag ohne Nachmeldegebühr noch für eine der Strecken entscheiden. Im vergangenen Jahr hatten 85 Läufer teilgenommen. Auf eine ähnliche Zahl hoffen die Veranstalter auch in diesem Jahr. Aufgrund des Jubiläums und einer kleinen Überraschung für alle Teilnehmer "könnten es vielleicht 100 Starter werden", schätzt Andreas Broska von der TSG Calbe ein.

Dabei helfen könnten beispielsweise die Kanuten, die am Wochenende keinen Wettkampf absolvieren und daher beim Lauf starten wollen. Und auch Schachspieler Karl-Heinz Ulrich von der TSG hatte vor zwölf Monaten die lange Distanz in Angriff genommen.

Broska hatte im vergangenen Jahr - seinem ersten in der Altersklasse M 20 - den dritten Platz belegt. Den Siegerpokal nahm hingegen Toni Keller entgegen. Er absolvierte die zwölf Kilometer in 43:38 Minuten. Broska lief nach 1:00:01 Stunden über die Ziellinie. "Es wäre super, wenn ich wieder eine ähnliche Zeit erreichen könnte." Allerdings sind die Vorbereitungen darauf eher holprig gewesen. Broska hat als Laufwart des Leichtathletik-Verbands derzeit viel zu tun, zudem verhinderte eine Erkältung ein intensives Training. Zudem kann er die Mindestanforderung von drei Läufen, die in die Wertung des Solvay-Cups eingebracht werden müssen, wohl nicht erbringen. "Auf eine Platzierung spekuliere ich daher nicht."

Neben der Überraschung für alle Teilnehmer wartet die 20. Auflage auch mit einem veränderten Start/Ziel-Bereich auf. Aufgrund des Saalecups der TSG-Handballer in der Heger-Sporthalle und eines Zirkus` in der Nähe wird die Startklappe in diesem Jahr am Heger-Sportplatz in die Höhe gereckt. "Die Runden durch die Grüne Lunge bleiben aber die gleichen", betonte Broska. Auch dies gehört zum besonderen Flair der Veranstaltung, schließlich "kann man so seine Konkurrenz beobachten und taktieren, wieviel Tempo man noch zulegen muss", beschrieb Broska im vergangenen Jahr.

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