Schönebeck l Als Schönebecker rieb man sich in den ersten 15 Minuten des Freundschaftsspiels gegen die TSG Calbe verwundert, aber zufrieden die Augen, weil die gastgebende SG Lok eine 12:8-Führung erspielt und die Gäste somit zur Auszeit gezwungen hatte. Nur mühsam kämpften sich die Saalestädter zurück und sicherten sich am Ende einen knappen 29:28 (14:17)-Erfolg.

In der ersten Viertelstunde produzierten die Calbenser eine Vielzahl an Fehlwürfen, blieben zudem mehrfach am gut parierenden Keeper Robert Knörich hängen. Der hatte gegen seine ehemaligen Teamkollegen wohl eine Extraportion Motivation verschlungen. Mit frechen Würfen von Toni Warschkau, der am Ende mit zwölf Treffern der erfolgreichste Schütze war, und starken langen Konterpässen von Knörich auf Kevin Krause enteilte der Gastgeber vom 3:1 zum zwischenzeitlichen 12:8 (15.), sodass Mannschaftsbetreuer Torsten Sowa, der Peter Weiß an der Seitenlinie vertrat, die Grüne Karte auf den Tisch legen musste.

In der Folge setzten sich die Gäste immer wieder über ihren Rückraum durch. Wenngleich die Abwehrarbeit der SG Lok "ansatzweise sehr gut funktionierte", wie Trainer Henning Stapf lobte, "sind wir dennoch oftmals zu spät auf den Rückraum herausgetreten". Ronny Krause (8 Treffer), Christian Hübner (7) und Rony Barby (4) wussten dies zu nutzen, erzielten mehr als die Hälfte der TSG-Tore.

In der Offensive tat sich Lok nun vor allem im Positionsspiel schwer. Daran wird Stapf im Trainingslager am kommenden Wochenende noch einmal arbeiten, bevor eine Woche später der Start in die Verbandsliga beim SV Eiche Biederitz bevorsteht.

Schönebeck: Niemann, Knörich - Krause (6), Warschkau (12), Meißner (2), Schulz (1), Roost (2), Riedel (2), Schröder (3), Bauer, Sauerzweig

Calbe: Bertram, Giesemann - Walter (1), barby (4), Krause (8), Gieraths (1), Hulha (3), Kaiser, Rätzel (1), M. Kralik, Marschall, Weiß (1), Sowa (3), Hübner (7)