Schönebeck l Für den Fußball-Landesligisten stand ein spielfreies Wochenende vor der Tür, doch von Gelassenheit und Ruhe beziehungsweise Erholung konnte derzeit keine Rede sein. Große Unruhe herrscht auf dem Gelände an der Barbarastraße, die Unstimmigkeiten zwischen Trainer Marko Fiedler und der Abteilungsleitung gipfelten in der vorzeitigen Entlassung des Coaches - in beiderseitigem Einvernehmen - und des bisherigen sportlichen Leiters Dietmar Scholz am vergangenen Dienstag. Dies haben Mannschaft, Zweite und Fans nicht einfach hingenommen, bestanden auf der Weiterverpflichtung des Trainers. Nun war der Vorstand in Zugzwang, am gestrigen Dienstagabend hat ein klärendes Gespräch stattgefunden. Mit dabei: Der Präsident Frank Rüchardt.

Um es vorweg zu nehmen: Eine endgültige Entscheidung ist nicht gefallen. "Es hat sich aber herauskristallisiert, dass das Hauptproblem darin bestand, dass zwischen der Abteilungsleitung und den Trainern nicht die gewünschte Kommunikation stattgefunden hatte", erklärte SSV-Präsident gestern Abend nach dem Gespräch.

Probleme nicht geklärt

Die vorgetragenen Probleme und Sorgen konnten auch nicht im 90 minütigen Gespräch mit der Mannschaft geklärt werden. "Ich habe aber deutlich gemacht, dass Marko Fiedler und ich in beiderseitigem Einvernehmen die Kündigung vorgezogen und darüber hinaus Stillschweigen vereinbart haben", betonte Rüchardt.

Um die Probleme im Verein endgültig aus der Welt zu schaffen, hat der SSV-Chef kurzerhand eine Sitzung der gesamten Fußball-Abteilung anberaumt. "Es wird eine interne Sitzung sein, an der die verantwortlichen Personen der ersten und zweiten Mannschaft sowie der Frauen teilnehmen." Diese soll am kommenden Montag ab 17.30 Uhr stattfinden. Bis dahin ist der Konflikt zunächst auf Eis gelegt, jeder Spieler, Trainer, Fan und jedes Vorstandsmitglied darf sich bis dahin Gedanken über die Zukunft machen. In welche Richtung sich diese entwickelt, ist derzeit noch vollkommen offen.